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Aufgefallen an der Ornaris
Diese Raketenglace schmilzt nicht
Seit 1969 schleckt die Schweiz die Raketen-Glace. Stevan Bukvic und Ruben Assenberg vom Zürcher Designlabel moii studio bringen den Kultlutscher nun zum Leuchten – als Lampe. Gefertigt wird die Lampe im 3D-Drucker und dann von Hand zusammengesetzt. Dutzende Prototypen brauchte es, bis das Produkt die beiden Schöpfer überzeugte. Gedruckt wird die 30 Zentimeter hohe Lampe aus PLA-Kunststoff. Dieser wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke oder Zuckerrohr hergestellt. Die Raketen-Glace-Lampe kostet 175 Franken. Wer die Raketen-Glace immer mit dabei haben will, ist mit dem 3D-gedruckten Schlüsselanhänger gut bedient. www.moiistudio.ch
Loggos: Schöner Stapelpass für Jung und Alt
Ein Designobjekt? Oder ein Stapelspiel? Loggos ist beides. Die runden Bausteine aus deutschem Buchenholz laden zum Stapeln, Spielen und Bauen ein. Regeln gibt es keine, einzig die Schwerkraft setzt der Fantasie Grenzen. Die Loggos sind in einem 15-Grad-Winkel angeschnitten, eine spezielle Grip-Folie auf der Schnittfläche gibt den Bausteinen Halt – wird es zu schräg, kippen sie.
Davon angesprochen fühlen sich vom Kindergärtler bis zum Grossmami alle Generationen, sagt Felix Hübner, einer der Köpfe hinter Loggos. Das Spielen mit Loggos fördert Feinmotorik, Konzentration und Vorstellungskraft. Die Loggos werden auch in der Therapie eingesetzt. Schlaganfallpatienten können damit zum Beispiel spielerisch das gleichzeitige Bauen mit rechter und linker Hand üben. Auf die Idee für die Loggos kam einer der Gründer, weil er ein Spiel suchte, das sein dementer Opa gemeinsam mit seinen Töchtern spielen kann. www.loggos.shop
Das Matterhorn als Küchengerät
Braucht man eine Zitronenpresse in Form des Matterhorns? Nein. Aber cool aussehen tut sie. «Und sie funktioniert wegen ihrer besonderen Form sogar besser als die klassische Zitronenpresse», sagt Alexandra Bisaz, der kreative Kopf hinter dem ungewöhnlichen Küchengerät. Die gläserne Variante ist vor allem als Geschenk bei Schweizerinnen und Schweizern beliebt, die Kunststoffvariante ist bei Touristen ein beliebtes Souvenir. Zu haben bei things.li.
Kitschige Kerzen
Zum Anzünden sind die Kerzen von Mona Wey («Kitschi») eigentlich viel zu Schade. Der Name ihres Labels ist Programm, kitschig, quietschbunt und frech kommen ihre Kreationen daher: Eine betende Madonna in allen Farben, meditierende Faultiere und eine Faust mit Stinkefinger gehören genauso dazu wie Kerzen in Form von Fenchel, krummen Rüebli oder einem Cervelat mit Füssli. Ihre Kerzen stellt Mona Wey in Handarbeit in Hinterkappelen her, das Handwerk hat sich die Autodidaktin selbst beigebracht. Übrigens: Eine Raketen-Glace-Kerze hat sie auch im Sortiment. www.kitschi.ch
Grusskarten – handgemalt und nachhaltig
Nachhaltigkeit ist der Berner Textildesignerin Sandra Suter (Atelier Sasu) wichtig: Ihre handgemalten Grusskarten und Geschenkanhänger lässt sie in einer Berner Druckerei drucken, auf Recyclingpapier und mit erdölfreien Farben. Auch der Glitzer auf den Karten ist Bio. Bei den Motiven setzt Sandra Suter auf den Jööh-Effekt, auf ihren aktuellen Weihnachtskarten tummeln sich etwa ein Eisbär mit Schlittschuhen, ein Elch auf dem Schlitten oder ein Reh im Engelskostüm. Die Tiermotive lassen sich von der Karte lösen und dienen dann als Anhänger für Geschenke oder den Christbaum. www.atelier-sasu.ch
Schokolade mit einer Botschaft
«Ich liebe dich», «Frohe Weihnachten» oder «Beschissenes Karma»: Eine kurze Botschaft auf einer Karte und eine Tafel Schweizer Schokolade in einer Kartonverpackung – das ist «Barré». «Ein einfaches Geschenk, das Freude macht und eine Botschaft übermittelt», sagt Christian Beauverd. Der ehmalige Treuhänder hat das Label gegründet und die Grusskarten selbst entworfen. 32 französische und 12 deutsche Motive gibt es, auf der Rückseite hat es Platz für ein paar persönliche Worte. Die Karte wird im Sichtfenster der Verpackung platziert, zieht man sie heraus, kommt die Schokoladentafel zum Vorschein. Die 100-Gramm-Tafel (Milch und dunkel) lässt Beauverd von einem Chocolatier in St-Prex produzieren. www.barremessage.ch
Schönheit der Pflanzen auf Papier gebannt
Filigrane Gräser, ein fein gegliedertes Farnblatt oder die Blüten eines Ahornbaums: Mit Hilfe von Kupferplatte und Druckpresse fäng die Architektin und Druckgrafikerin Leoni Amsler vom Atelier Mirla die oft übersehene Schönheit der heimischen Pflanzenwelt auf Papier ein. Die Monotypien digitalisiert Amsler und lässt daraus Grusskarten und Poster in kleinen Auflagen drucken. In Workshop zeigt sie Interessierten zudem, wie die Technik der Monotypie funktioniert. www.ateliermirla.com
Aus dieser Tischbombe fliegen Socken
Tischbombe? Kennt man. Anzünden, bumm und dann fliegt unnützes Plastikzeug durch die Luft, das nach kurzer Zeit im Müll landet. Ganz anders bei der Geschenkbombe «blopp» von Bonacker Ballonversand aus Rapperswil. Die Geschenkbombe besteht aus recycelbarem Karton und funktioniert dank patentierter Technologie komplett ohne Plastik. 20 verschiedene Motive gibt es, gefüllt ist die Bombe mit Sachen, die über den Knall hinaus Freude machen. Etwa mit lustigen Socken von DillySocks, Süssigkeiten von Trolli, Tee von Herboristeria oder kleinen Spielen. www.blopp.ch
Faires und schönes Papier aus Nepal
Das Schweizer Label Hervorragend ist bekannt für seine Pop-up-Grusskarten mit Wow-Effekt. An der diesjährigen Ornaris zeigte Hervorragend eine Erweiterung seines Sortiments: Notizbücher, Geschenkpapier und Geschenktaschen, die in Nepal aus handgeschöpftem Recyclingpapier gefertigt und im traditionellen Siebdruckverfahren von Hand bedruckt werden. Die Produkte fühlen sich nicht nur gut an und sehen schön aus, wie immer bei Hervorragend haben sie auch eine soziale Komponente: Die Kooperative in Kathmandu schafft faire Arbeitsplätze für über 100 Frauen aus weniger privilegierten Verhältnissen. www.hervorragend.ch
Pfiffige Kuckucksuhren aus der Schweiz
Kuckucksuhren sind altmodisch und bieder? Wenn man den Staub wegbläst und die Uhren neu interpretiert, machen sie auch in modernen Wohnungen eine gute Figur. Das beweisen die beiden Westschweizer Industriedesigner Martino D’Esposito und Alexandre Gaillard mit ihrem 2013 gegründeten Label Swiss Koo. Ihre Kuckucksuhren made in Switzerland kommen in bunten Farben und modernem Design daher. Die günstigeren Modelle haben ein Quarz-Uhrwerk, Swiss Koo hat aber auch mechanische Modelle im Sortiment. www.swisskoo.ch