Inspiration
14. November 2025

Kreative Hobbies boomen

Das Kultur- und Freizeitverhalten hat sich nach der Coronapandemie spürbar verändert: Laut einer neuen Erhebung des Bundesamts für Statistik gehen weniger Menschen in Kultureinrichtungen, während kreative Hobbys und digitale Aktivitäten deutlich zulegen, besonders bei den 15- bis 29-Jährigen.
Kreative Hobbies wie Zeichnen oder Malen sind seit der Pandemie beliebter geworden. (Symbolbild: Sincerely Media/Unsplash)

Corona zwang die Menschen in die eigenen vier Wände, viele entdeckten in dieser Zeit kreative Hobbies als Ausgleich. Das legt die aktuelle Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur (ESRK) nahe, die das Bundesamt für Statistik (BFS) alle fünf Jahre erhebt. Gemäss ihr sind individuelle kulturelle und kreative Aktivitäten im Amateurbereich sprunghaft angestiegen. 2024 betätigten sich 33 Prozent der Bevölkerung in der Amateurfotografie (+8 Prozentpunkte gegenüber 2019), 27 Prozent zeichneten oder malten (+6 Punkte bzw. +11 bei den 15- bis 29-Jährigen), 15 Prozent töpferten (+5 bzw. +11 Punkte bei den 15- bis 29-Jährigen) und 14 Prozent tanzten. Dieser letzte Wert ist nahezu 75 Prozent höher als vor der Pandemie – in der jungen Bevölkerung tanzt gar jede fünfte Person, wie das BFS mitteilt.

Digitale Hobbys gewinnen weiter an Fahrt, aber nicht die Oberhand. 2024 sahen sich 50 % der Bevölkerung Filme kostenpflichtig per Video-on-Demand (VoD) an und 66 % riefen Filme kostenlos im Internet ab, während 60 % weiter ins Kino gingen. Obwohl immer mehr Menschen Musik über zahlungspflichtige Streamingplattformen hören (47 %), bleibt das Radio der meistgenutzte Kanal (81 %). Im Allgemeinen wurde 2024 weniger gelesen als 2019 (–5 Prozentpunkte). Die Anzahl der E-Book-Nutzenden hat sich innert zehn Jahren von 12 auf 24 Jahre verdoppelt, doch die Hälfte der Bevölkerung bevorzugt für die Freizeitlektüre gedruckte Bücher.

Weniger Besucher in Museun oder Konzerten

Deutlich zurückgegangen sind die Besuche in Kultureinrichtungen. Die Anteile der Bevölkerung, die Museen und Ausstellungen oder Tanz- bzw. Ballettaufführungen besuchten, verringerten sich zwischen 2019 und 2024 markant um 6 Prozentpunkte, bei den Konzert- und Kinobesuchen waren es sogar 7 Prozentpunkte. Denkmäler und historische Stätten sowie Bibliotheken konnten ihre Position halten.

Nachtklubs verlieren ein Fünftel ihres Publikums

Treffen mit Freundinnen und Freunden, Wandern und Sporttreiben erfreuen sich trotz eines geringfügigen Rückgangs um einige Prozent weiterhin grosser Beliebtheit (rund 90% der Bevölkerung). Grosse Stadtfeste wie die Street Parade (–7 Prozentpunkte), Dorf-, Quartier- oder Vereinsfeste (–8 Prozentpunkte) oder traditionelle Feste (–11 Prozentpunkte) wurden 2024 dagegen weniger besucht als noch 2019. Besonders ausgeprägt sind diese Rückgänge bei den 15- bis 29-Jährigen. Nachtclubs haben seit 2014 und insbesondere nach der Covid-19-Pandemie ein Fünftel ihres Publikums eingebüsst.

Die grosse Ausnahme sind Festivals, deren Erfolg auch nach der Pandemie nicht abreisst: Der Anteil der Festivalbesuchenden stieg von 38% im Jahr 2014 auf 47% im Jahr 2019 und erreichte 2024 gar 52%.

 

Pressedienst
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