Inspiration
16. Februar 2026

Studie: Generation Future ist weniger optimistisch

Die Zukunftsstudie 2026 der Schörghuber Gruppe zeigt einen Stimmungswandel innerhalb der «Generation Future»: Im Vergleich zur ersten Zukunftsstudie vor zwei Jahren blicken junge Menschen heute spürbar weniger optimistisch in die Zukunft.
Junge Menschen erwarten von Arbeit vor allem eines: sie soll Spass machen. (Symbolbild: Jud Mackrill/Unsplash)

Welche Erwartungen haben junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren – die Generation Future – an die Zukunft? Das beleuchtet die Zukunftsstudie 2026 der Münchner Schörghuber-Gruppe, für die in Deutschland 2000 junge Menschen der Generationen Y und Z befragt wurden. Das Resultat: Die neue Realität mit ihren globalen Krisen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und gesellschaftlichen Herausforderungen sei vollständig in den Köpfen der Befragten angekommen, teilt die Schörghuber-Gruppe mit.

«Wir sehen ganz klar, dass die Generation Future ihren Alltag pragmatisch auf die geänderten Bedingungen angepasst hat. Sie schaffen sich damit selbst, was die äußeren Umstände angesichts globaler Krisen nicht bieten können: ein Gefühl von Stabilität, Beständigkeit und Sicherheit», konstatiert Florian Schörghuber, CEO der Schörghuber-Gruppe.

Die Studie ist unterteilt in die vier Themenbereiche Arbeiten, Wohnen, Reisen und Konsum – und orientiert sich dabei an den Geschäftsfeldern der Schörghuber-Gruppe. Sie fragt etwa nach der benötigten Wohnfläche, den Anforderungen junger Menschen an die Arbeitsumgebung, beleuchtet den Stellenwert der Nachhaltigkeit beim Reisen und die Reaktion auf gestiegene Preise in der Gastronomie.

Arbeit zwischen Selbstverwirklichung und Pragmatismus

Die junge Generation verbindet die Arbeit stark mit Selbstverwirklichung, für die Zufriedenheit im Leben ist das Arbeiten ein zentraler Faktor. Die mit Abstand wichtigste Erwartung lautet dabei: Arbeit soll Spass machen (79 % Zustimmung).

Allerdings zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Idealvorstellung und gelebter Realität: Nur 42 % der Befragten gaben an, tatsächlich in ihrem Traumberuf tätig zu sein. Während 58 % angeben gerne zu arbeiten, sehen gleichzeitig gut zwei Drittel ihre Arbeit einfach als eine Notwendigkeit, um Geld zu verdienen.

Wohnen: Hohe Ansprüche treffen auf pessimistische Realität

Das Wohnen wird von der Generation Future als wichtigster Faktor für Lebensqualität angesehen: Nur gut ein Drittel der 16- bis 35-Jährigen kann sich vorstellen, künftig mit weniger als den durchschnittlich pro Person in Deutschland zur Verfügung stehenden 49 Quadratmetern auszukommen. Dementsprechend geben die meisten an, bis zu 30 % ihres Einkommens dafür ausgeben zu wollen, knapp ein Drittel sogar bis zu 40 %.

Beim Thema Miete vs. Eigentum zeigt sich 2026 ein klarer Wandel: 53 % der Befragten wünschen sich langfristig Wohneigentum - am liebsten als Haus - und setzen damit auf Stabilität und Tradition. In den Vorjahren war noch die Flexibilität eines Mietverhältnisses beliebter als Eigentum.

Reisen als gemeinsames Erlebnis und Premiumzeit des Jahres

Junge Menschen reisen heute besonders gern gemeinsam mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner. Vor allem Wellnessauszeiten (46 %), Fernreisen (36 %) und klassische, längere Urlaube (35 %) werden bevorzugt zu zweit erlebt. Reisen in deutschsprachige Länder werden von 26 % der Befragten auch gerne mit Freund*innen unternommen, gefolgt vom Urlaub mit der Familie und dem Reisen mit Partnerin oder Partner.

Qualität geht dabei vor Quantität: Fast die Hälfte der Befragten (48 %) lebt im Alltag bewusst sparsamer, um es sich im Urlaub «richtig gut gehen zu lassen». Und fast ebenso viele (47 %) verreisen lieber seltener, investieren dann aber in einen hochwertigeren Aufenthalt.

55 % der Befragten würden aus ökologischen Gründen auf exotische Fernreisen verzichten. Immerhin 40 % wären bereit, für ihren Urlaub mehr zu bezahlen, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Und 31 % meiden Flugreisen grundsätzlich aus Umweltaspekten. Das sind deutlich weniger als 2024, als noch 47 % angegeben haben, Flugreisen zu vermeiden.

Konsum: Pragmatischer Umgang mit Nachhaltigkeit

Für die Generation Future hat Konsum als Selbstzweck kaum Bedeutung, für ihre Lebensqualität rangiert das Thema auf den letzten Platz. Stattdessen zählen soziale Kontakte und gemeinsam verbrachte Zeit.

Fast die Hälfte der Befragten bevorzugt den pragmatischen Einkauf, wie etwa in Supermärkten oder bei grossen Modeketten. Das deutet darauf hin, dass Bequemlichkeit, Verfügbarkeit und Effizienz wichtiger sind als Individualität oder besondere Einkaufserlebnisse.

Restaurants und Bars werden vor allem besucht, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen - so die häufigste Antwort auf die Frage nach den Gründen.

Die junge Generation setzt sich beim Konsum selbst ökologische Ziele, verfällt dabei jedoch nicht in einen ideologischen Aktivismus. 37 % der Befragten geben an, ihr Konsumverhalten bereits stark oder sehr stark an Umweltzielen auszurichten. Dies zeigt, dass ökologische Fragen im Alltag präsent sind. Allerdings eher in einem praktischen Sinn. 41 % entscheiden je nachdem, was für sie sinnvoll oder praktikabel ist und zu ihrem Lebensstil passt.

Zentral für die Alltagsgestaltung der Generationen Y und Z ist 2026 eine bewusste Ausrichtung auf Lebensqualität im Hier und Heute.

Wohnen, eine erfüllende Arbeit und soziale Beziehungen bilden für die Generation Future die zentralen Säulen eines guten Lebens. Trotz steigender Kosten, schwieriger Marktbedingungen oder äusserer Unsicherheiten gestaltet sie ihren Alltag nach den eigenen Vorstellungen.

Selbstfürsorge steht im Mittelpunkt. Jedoch nicht im Sinne einer egoistischen Spass- oder Genussorientierung - vielmehr zeigt sich ein bodenständiger und verantwortungsvoller Lebensstil, der an einem traditionellen Wertesystem ausgerichtet ist.

Themen wie Nachhaltigkeit bleiben dabei relevant, müssen sich jedoch zunehmend an ihrer konkreten Umsetzbarkeit und ihrer Vereinbarkeit mit dem Alltag messen lassen.

Den Studienband mit Zahlen, Grafiken und weiteren Ergebnissen gibt es kostenlos zum Download unter www.schoerghuber.group.

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