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Digitale Kompetenzen sind ungleich verteilt

Die Schweiz schneidet bei der digitalen Teilhabe im europäischen Vergleich gut ab. 99 Prozent der Schweizer Haushalte verfügen über einen Internetzugang, 98 Prozent der Bevölkerung nutzen das Internet mindestens wöchentlich. Auch bei digitalen Kompetenzen sowie bei der Nutzung von E-Banking und generativer KI liegt die Schweiz über dem EU-Durchschnitt. Das geht aus dem Bericht «Digitale Teilhabe in der Schweiz und im internationalen Vergleich» hervor, den das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht hat.
Unterschiede nach Alter und Bildung
Demnach verügen 78 Prozent der 16- bis 74-Jährigen über grundlegende oder weitergehende digitale Kompetenzen. Beim E-Banking liegt die Nutzungsquote bei 86 Prozent, bei generativer KI bei 47 Prozent. Die Auswertung zeigt jedoch deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen. Personen ab 60 Jahren nutzen digitale Angebote seltener und verfügen häufiger über geringere digitale Kompetenzen als jüngere Menschen. Auch der Bildungsstand spielt eine wichtige Rolle: Personen mit Tertiärabschluss weisen deutlich häufiger fortgeschrittene digitale Kompetenzen auf als Personen ohne nachobligatorische Ausbildung.
Bei der Nutzung generativer KI zeigt sich ein ähnliches Bild. Während drei Viertel der 15- bis 29-Jährigen entsprechende Anwendungen nutzen, liegt der Anteil bei den über 60-Jährigen bei lediglich 15 Prozent.
Risikogruppen bleiben zurück
Das BFS kommt zum Schluss, dass in allen untersuchten Bereichen dieselben Bevölkerungsgruppen am stärksten von digitaler Teilhabe ausgeschlossen sind: ältere Menschen, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung sowie Arbeiterinnen, Arbeiter und Hilfsarbeitskräfte. Trotz der hohen Internetverbreitung bleibe die digitale Kluft damit eine Herausforderung.
Sie finden den Bericht hier: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.assetdetail.36632173.html