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Ein Drittel nutzt KI mindestens einmal pro Woche

Künstliche Intelligenz hält mit hohem Tempo Einzug in den Alltag der Deutschen. Zu diesem Schluss kommt der Digitalverband Bitkom aufgrund einer Umfrage. Demnach nutzt rund ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) KI mindestens einmal pro Woche, 15 Prozent sogar täglich. Insgesamt setzen 58 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 16 Jahren KI ein. «Künstliche Intelligenz ist schneller im Alltag angekommen als jede andere Innovation zuvor», sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.
Sorgen: Falschinformationen an erster Stelle
Dabei überwiegt die Chancenperspektive: 69 Prozent sehen KI eher als Chance, 27 Prozent eher als Gefahr, wie Bitkom in einer Mitteilung schreibt. Am weitesten verbreitet ist die Sorge vor der Verbreitung von Falschinformationen mit 50 Prozent. Ebenso viele (50 Prozent) beklagen zu wenig Regeln und Kontrollen für KI. 41 Prozent befürchten, dass KI falsche Ergebnisse liefert, 27 Prozent haben Angst, durch KI manipuliert zu werden, und 24 Prozent sehen die Gefahr, durch die Nutzung von KI zu verdummen.
Die Umfrage zeigt, wie vielfältig Menschen KI nutzen: 54 Prozent der Nutzenden holen sich von der KI Hilfe bei Alltagsfragen wie Kochen oder Reparaturen, 35 Prozent bei Fragen rund um den Einkauf und 21 Prozent bei Reisevorbereitungen. Die Hälfte (50 Prozent) nutzt KI, um Texte zu schreiben oder zu verbessern, 41 Prozent für Übersetzungen und 40 Prozent zum Zusammenfassen längerer Texte. Aber auch für sehr persönliche Themen wird KI verwendet: 44 Prozent holen sich Rat zu persönlichen Fragen, 34 Prozent zu gesundheitlichen Themen und 21 Prozent, wenn es um die Finanzen geht. Und 30 Prozent entwickeln mit Hilfe von KI neue Ideen, ebenso viele nutzen KI zum Erstellen kreativer Inhalte wie Bilder oder Musik, 22 Prozent lernen und üben mit KI und 10 Prozent programmieren mit ihrer Unterstützung.
45 Prozent lehnen KI am Arbeitsplatz ab
Auch im Berufsleben ist KI angekommen. 48 Prozent der Erwerbstätigen nutzen KI bei der Arbeit: 8 Prozent täglich, 18 Prozent mindestens einmal pro Woche, 22 Prozent seltener. Ebenso viele (48 Prozent) nutzen KI im Job bislang aber überhaupt nicht. Wer KI im Job einsetzt, tut dies überwiegend mit Wissen des Arbeitgebers (84 Prozent). Allerdings nutzen 12 Prozent KI, ohne dass der Arbeitgeber davon weiss.
Die Einstellungen zu KI am Arbeitsplatz sind gespalten: Für 41 Prozent der Erwerbstätigen hat sich ihre Tätigkeit jetzt schon durch KI verändert. 49 Prozent hätten gerne eine KI als persönlichen Assistenten im Job. Umgekehrt lehnen aber 45 Prozent eine Unterstützung durch KI bei ihrer Arbeit grundsätzlich ab.
Viele Erwerbstätige sehen Vorteile von KI am Arbeitsplatz: Sie erleichtert Routineaufgaben (47 Prozent) und spart Arbeitszeit (47 Prozent), schafft Freiräume für wichtigere Aufgaben (43 Prozent) und ermöglicht schnellere Problemanalysen (41 Prozent).
Bei den Nachteilen dominieren Fragen zu Verantwortung, Kontrolle und dem menschlichen Kontakt: 62 Prozent sagen, es sei unklar, wer für Fehler einer KI verantwortlich ist, 59 Prozent kritisieren, dass unklar sei, wohin die Daten gehen, die für die KI genutzt werden. 55 Prozent bemängeln weniger menschlichen Kontakt bei der Arbeit. 34 Prozent befürchten, sich zu sehr auf die KI zu verlassen und dadurch Fähigkeiten zu verlernen.
Die US-Anbieter dominieren den KI-Markt
Bei den verwendeten KI-Diensten spielen US-amerikanische Anbieter eine dominierende Rolle. 71 Prozent der KI-Nutzenden verwenden ChatGPT von OpenAI, 50 Prozent Gemini von Google und 43 Prozent Microsoft Copilot. Meta AI, das direkt in WhatsApp verfügbar ist, kommt auf 35 Prozent Nutzung. Alle übrigen KI-Anwendungen bleiben weit abgeschlagen: DeepSeek nutzen 8 Prozent, Perplexity 7 Prozent, Grok von xAI 6 Prozent und Claude von Anthropic 5 Prozent.