Büro / Technik
16. Januar 2018

Einkauf: neue Studie aus Österreich

Eine aktuelle Erhebung hat das Nachfragepotential des österreichischen Importsektors analysiert. Fazit: Als Einkaufsfaktoren sind Termintreue, Qualität und Vertrauen entscheidend.
Bild: bluedesign/ Fotolia

Für 77 Prozent der österreichischen Einkäufer zählt die Termineinhaltung zu den zentralen Faktoren der Beschaffung, so das Ergebnis einer aktuellen Erhebung von Import Austria. Ebenfalls wichtig: hohe Qualität, ausreichende Lieferkapazitäten des Exporteurs, Vertrauen zum Lieferanten sowie die Einhaltung sozialer und Umweltstandards mit jeweils 69 Prozent Zustimmung.
«Für vier von fünf österreichischen Importeuren sind hohe Qualitätsstandards und ausreichende Lieferkapazitäten entscheidend, um internationale Exporteure für die eigene Beschaffungsstrategie in Erwägung zu ziehen. Steigende Kundenanforderungen in puncto soziale Verantwortung erhöhen den Bedarf an transparenten Lösungen entlang der Wertschöpfungskette», bestätigt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Überdies erachtet knapp die Hälfte der Untersuchungsteilnehmer mehr Informationen über potentielle ausländische Lieferanten als entscheidend für eine Optimierung der Beschaffungsstrategie, wobei vor allem bessere Preisinformationen gefordert werden.

Corporate Social Responsibility & erfolgreiche Digitalisierungsprojekte 
Drei Viertel der befragten Unternehmen sind überzeugt, dass die Anforderungen der österreichischen Kunden an Produkte hinsichtlich Corporate Social Responsibility (z.B. Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern) weiter zunehmen. 62 Prozent attestieren auch Zertifikaten für den Import einen Bedeutungsgewinn, denn insbesondere ökologische Aspekte (z.B. Co2-Bilanzen) werden von den Kunden verstärkt hinterfragt.
Der digitale Wandel und daraus resultierende Effizienzsteigerungen im Einkauf bzw. in der Lieferkette beschäftigen den österreichischen Beschaffungsmarkt ebenfalls stark. In zahlreichen Interviews wurde das Bedürfnis nach Hands-on Beispielen artikuliert, etwa die erfolgreiche Implementierung von Digital Solutions wie Cybertracking oder Predictive Analytics. Auch innovative Blockchain-Anwendungen - Stichwort Smart Contracts - sind gefragt, weshalb sich Import Austria 2018 noch stärker mit der Analyse der Distributed Ledger Technologie und deren Anwendung in der Praxis beschäftigt.

Die Erhebung «Das Nachfragepotential österreichischer Importeure» von Import Austria und Handelsverband in Kooperation mit der Austrian Development Agency (ADA) erforscht zentrale Faktoren zur Optimierung der eigenen Beschaffungsstrategie im Importsektor. 
 

Vanessa Borer
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