Büro / Technik
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04. Februar 2019

Gutes Jahr für die deutschen Büroausstatter

Der Gesamtbruttoumsatz der PBS-Branche in Deutschland stieg nach vorläufigen Zahlen des Instituts für Handelsforschung Köln (IfH) im Jahr 2018 um 1,3 Prozent auf 13,2 Mrd. Euro. Insbesondere die Büromöbelbranche trug einen grossen Anteil zu dem positiven Jahresverlauf bei.

Überraschend ist das Plus bei Bürokommunikationspapieren von 1 Prozent, was allerdings auch der Preisentwicklung geschuldet ist. Spezialpapiere legten mit 3,2 Prozent eine positive Performance hin. Gemäss dem stabilen wirtschaftlichen Umfeld nahm ferner Büroarbeitsplatzzubehör um 0,5 Prozent zu. Das Minus bei Ordnen und Archivieren von 0,4 Prozent fiel diesmal gering aus. Um 1,3 Prozent, aber immer noch mit einem hohen Marktvolumen von 855 Mio. Euro flachte sich das seit fünf Jahren bestehende Wachstum der Schreibgeräte ab. Trotzdem ist die wiederentdeckte Liebe zur Handschrift und dem Zeichnen ungebrochen, Trends wie Hand-Lettering sorgen für neue Frequenz.

Konsumenten schätzen das haptische Erleben und die persönliche Beratung
In einer digitalisierten Welt steigt der Bedarf nach haptischem Erleben und persönlicher Beratung. Damit steigt die Zahl der Verbraucher, die sich auf die Qualitäten und Stärken des stationären Handels zurückbesinnen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor und wird besonders bei komplexen und beratungsintensiven Produkten deutlich. «Die Zahl der Kunden, die sich wieder auf die Stärken des stationären Handels besinnen, wächst», so HBS-Geschäftsführer Thomas Grothkopp. «Ein entscheidender Faktor, um sich gegen den stetig wachsenden Onlinehandel zu differenzieren.» Trotzdem steht der Fachhandel vor grossen Herausforderungen. Dabei sehen sich insbesondere die PBS-Fachgeschäfte beim Wettbewerb um Kunden starken Vertriebswegen und –formen wie Drogeriefilialisten und SB-Warenhäuser gegenüber.

Der Laden ist die Bühne
Für das vergangene Jahr weist das HBS-Panel bei den PBS-Ladengeschäfte ein vorläufiges Umsatzwachstum von 6,5 Prozent auf. Damit konnten Sie sich im harten Wettbewerbsumfeld der Pure Online-Anbieter, den Kauf- und Warenhäusern sowie den branchenfremden Playern wie Drogerien und Discountern behaupten. Der stationäre Fachhandel bleibt mit seinen 17 Prozent der wichtigste Vertriebsweg im B2C-Geschäft für klassische PBSProdukte. Hier spielt die Service- und Beratungskompetenz und seine Nähe zum Kunden eine tragende Rolle.
«Trotz der guten Entwicklung, stehen die PBS-Ladengeschäfte vor großen Herausforderungen, um sich den wechselnden Erfordernissen stetig anzupassen», so Präsidiumsmitglied Birgit Lessak. «Nur wer wandlungsfähig bleibt und bereit ist, sich den wechselnden Rahmenbedingungen anzupassen, kann seine Position im Markt behaupten», so Lessak weiter. Heutige Kunden schätzen zwar wieder „mehr Beratung“, verlangen aber auch ein interessantes Ladenkonzept, ein abwechslungsreiches Warenangebot, eine abfragbare Onlineverfügbarkeit und wollen zum Kauf animiert werden. «Daher ist es wichtig, dass die Produkte wohlüberlegt und den anspruchsvollen Kundenbedürfnissen entsprechend ausgewählt werden, um zu überzeugen», betont Lessak. Die stetige Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten und den wechselnden Kundenanforderungen verlangt die volle Aufmerksamkeit der Inhaber und die ständige Bereitschaft zur Erneuerung. Erlebnis, gepaart mit menschlicher Nähe, ist gerade in der digitalisierten Welt der USP der PBS-Fachgeschäfte.

Statt das Sortiment nach Produkt- bzw. Warengruppen eingeteilt zu präsentieren, sollte die Ladenfläche nach unterschiedlichen Bereichen und Themenwelten gegliedert sein. «Das Auge shoppt mit,» weiß Lessak «Im Ladendesign und der Warenpräsentation wird daher weiterhin Ästhetik, Atmosphäre und Wohlgefühl gefragt sein“. Ergänzt durch Geschenke und Accessoires – nicht nur aus dem Bereich PBS, betont Lessak. Auch Wein, Feinkost und (Koch)Bücher, DIY-Artikel oder eine Kaffeebar zählen dazu. «Mit
solchen neuen Erlebniswelten kann der Fachhändler vor Ort überraschen,» betont Lessak. «Dabei soll ein Ladengeschäft zum Stöbern und haptischem Erleben einladen und beispielsweise mit seinen Bastelideen und Workshops kreative Akzente setzten. Solche Anregungen findet der Kunde durch clever gestaltete Laufwege mit Aktionstischen, gern in Verbindung mit den On- und Offlinewelten sowie dem flexiblen Einkaufserlebnis durch «Click & Collect» und der Kundenansprache über die sozialen Medien mit Events und Kreativveranstaltungen wie kürzlich der Tag der Handschrift. Die Mitarbeiter müssen gut ausgebildet sein, eine starke Repräsentanz nach außen darstellen
und Beratungskompetenz aufweisen.

Gutes Streckengeschäft
Der PBS-Streckenhandel verzeichnet laut HBS-Panel im Jahr 2018 eine Umsatzsteigerung von 4,0 Prozent. Begünstigt wird das Wachstum durch eine andauernde Schwäche einzelner Global Player. Der mittelständische Streckenhandel punktet mit Beratungskompetenz und kann sich auf den regionalen Wettbewerb einstellen. Er ist in der Lage, über den Außendienst individuelle und kundenorientierte Konzepte zu entwickeln und feste Ansprechpartner zu stellen. Sortimente können so individuell an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet werden. Darüber hinaus bietet der Streckenhandel eine umfassende After Sales-Betreuung.
So baut der Streckenhandel beispielsweise sukzessive sein Angebot an Hygiene-, Küchen- und Arbeitsschutzartikeln oder die Kaffee- und Getränkeversorgung inklusive dem Bürocatering aus. Zahlreiche Streckenhändler verstehen sich nicht nur als Produkt-, sondern als Servicelieferant im Bereich der Büroversorgung.

Ausblick
Für 2019 ist in Deutschland nur mit einer geringen Fortsetzung des seit nunmehr neun Jahren anhaltenden volkswirtschaftlichen Aufschwungs zu rechnen. Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) rechnen weiterhin mit einem Anstieg der Beschäftigung, auch wenn der Export an Fahrt verliert. Prognostiziert wird für  2019 ein Wachstum von 1 Prozent. Der Bund plant in den nächsten fünf Jahren Ausgaben in Höhe von 5 Mrd. Euro für die Digitalisierung von Schulen. Der Anstieg der Schülerzahlen wird für zusätzlich Ausgaben für PBS-Produkte sorgen. Der Wunsch nach schneller Verfügbarkeit, geringen Versandkosten und flexiblen Einkaufserlebnissen über alle Kanäle hinweg kennzeichnet den modernen Konsumenten. Daher wird das Zusammenspiel von Online und Offline immer wichtiger.

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