Büro / Technik
Fellowes hat für seine Untersuchung mehr als 3000 Büroangestellte befragt. Der Bericht «Der Arbeitskollege der Zukunft» fordert dringlich zum Handeln auf. (Bild: Fellowes GmbH)
24. Februar 2020

Kennen Sie Emma? So heisst die Bürokollegin der Zukunft

Wie eine Studie von Fellowes ergab, tun Arbeitgeber nicht genug, um gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz vorzubeugen. Dabei kosten arbeitsbedingte Krankheitsfälle viel Geld. Gefordert werden gut ausgestattete Büroarbeitsplätze und gesundheitsfördernde Verhaltensänderungen auch auf Arbeitnehmerseite.

Wie wirkt sich die Arbeitsplatzumgebung auf die Gesundheit von Büroangestellten aus? Mit dieser Frage hat sich Fellowes, bekannt als Anbieter für gesunde Arbeitsplatzlösungen, in einer Untersuchung befasst. Um Arbeitgebern zu helfen, potenzielle Quellen für Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz zu identifizieren, arbeitete Fellowes mit dem Verhaltensfuturisten William Higham und einem Gremium von Experten für Ergonomie, Arbeitssicherheit und Wohlbefinden zusammen.

Befragt wurden mehr als 3000 Angestellte aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Der entstandene Bericht «Der Arbeitskollege der Zukunft» zeigt bestimmte Verhaltensweisen, die, wenn sie nicht kontrolliert werden, für die Mehrheit der Büroangestellten bis 2040 eine Vielzahl an Gesundheitsproblemen zur Folge haben können. Basierend auf dem Bericht wurde ein lebensgrosses Modell namens «Emma» entwickelt, um zu veranschaulichen, zu welchen physischen und optischen Veränderungen eine schlechte Gestaltung von Arbeitsplätzen führen kann.

«Emma» hat:
• einen Rundrücken, verursacht durch stundenlanges Sitzen in einer schlechten Haltung;
• Krampfadern aufgrund einer schlechten Durchblutung;
• einen rundlichen Bauch verursacht durch die bewegungsarme Tätigkeit;
• trockene und rote Augen durch stundenlanges Starren auf den Computerbildschirm;
• geschwollene Handgelenke und Knöchel durch wiederholende Bewegungsabläufe;
• fahle Haut aufgrund jahrelangen Kunstlichts;
• rote Unterarme durch regelmässigen Kontakt mit der Laptopwärme;
• stressbedingte Ekzeme;
• behaarte Ohren und Nase sowie eine geschwollene Nase wegen schlechter Luftqualität.

Dringender Handlungsbedarf
William Higham, Verhaltensfuturist und Autor des Berichts, zeigte auf, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer dringend handeln und das Problem der mangelhaften Gesundheit am Arbeitsplatz angehen müssen. «Wenn wir unser Arbeitsleben nicht radikal verändern, uns beispielsweise mehr bewegen, unsere Körperhaltung an unseren Schreibtischen optimieren, regelmässige Gehpausen einlegen oder über eine Verbesserung unserer Arbeitsplatzgestaltung nachdenken, werden uns unsere Büros sehr krank machen.»
Dr. Frank Emrich, Experte für Ergonomie und Arbeitsschutz sowie Mitautor des Berichtes, fügte hinzu: «Mit der Zeit kann das ganztägige Sitzen am Schreibtisch die Gesundheit der Büroangestellten körperlich, möglicherweise auch psychisch beeinträchtigen. Es sollten nachhaltige Massnahmen zur Optimierung der Arbeitsplätze ergriffen werden, etwa mit Sitz-Steh-Schreibtischen, um Arbeitnehmer vor langfristigen Gesundheitsschäden zu schützen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen gleichermassen gesundheitsfördernde Veränderungen vornehmen.»

Pressedienst
Das lebensgrosse Modell «Emma» zeigt, wie Büroangestellte in 20 Jahren aussehen werden, sollte es am Arbeitsplatz keine radikalen Veränderungen geben. Mit im Bild: Verhaltensfuturist William Higham. (Bild: Fellowes GmbH)
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