Handel / Politik
16. September 2021

Bezahlvorgang in vielen Online-Shops fehlerbehaftet

97 Prozent der führenden E-Commerce-Websites in Deutschland machen fünf oder mehr grundlegende Fehler im Bezahlvorgang, darauf verweist die Payment-Plattform Stripe in einer aktuellen Untersuchung.
Studie von Stripe: Deutschlands führende Websites machen grundlegende Fehler beim Bezahlvorgang. (Bild: unsplash.com / rupixen)

Die Payment-Plattform Stripe hat eine detaillierte Studie zu den 800 wichtigsten kommerziellen Websites in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt und dabei erhebliche Fehler in den Bezahlprozessen vieler der meistbesuchten Websites der Welt aufgedeckt: 

  • Zu den häufigsten Fehlern gehört, dass Kunden nicht gewarnt werden, wenn sie eine ungültige Kartennummer eingeben oder versuchen, mit einer abgelaufenen Karte zu bezahlen.
  • 77 Prozent der Händler in Deutschland unterstützten keine automatische Vervollständigung von Adressdaten.
  • Bei 15 Prozent der Bezahlvorgänge konnten die Kunden nicht standardmäßig ihre Rechnungsadresse als Lieferadresse übernehmen.
  • Bei 92 Prozent war es nicht möglich, Zahlungsdaten für die zukünftige Nutzung zu speichern.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten heute ein schnelles, intuitives Zahlungserlebnis. So brechen in Deutschland 25 Prozent einen Kauf ab, wenn der Bezahlvorgang mehr als eine Minute dauert. De facto nimmt der Kaufabschluss bei 66 Prozent der Händler im Schnitt allerdings über drei Minuten in Anspruch.

Viele Bezahlvorgänge sind weiterhin nicht für mobile Endgeräte optimiert, so ein weiteres Ergebnis: So unterstützten 96 Prozent der in Deutschland analysierten Bezahlvorgänge Apple Pay nicht, 97 Prozent boten keine Unterstützung für Google Pay, 43 Prozent boten bei Eingabe der Kartendaten auf einem Mobilgerät keine numerische Tastatur an.

„Die kleinsten Fehler im Checkout können zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. Und selbst die weltweit erfolgreichsten E-Commerce-Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Bezahlprozesse zu perfektionieren. Um ein einfaches Zahlungsformular zu erstellen, die richtigen Zahlungsoptionen bereitzustellen und das Ganze optimiert für mobile Endgeräte zu gestalten, braucht es den richtigen Fokus und ständige Anpassungen“, sagt Marcos Raiser do Ó, Head of DACH and CEE bei Stripe. 

Der komplette Report steht zum kostenlosen Download zur Verfügung (Registrierung erforderlich).

Pressedienst
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