Handel / Politik
06. September 2021

Corona Consumer Check registriert erhöhte Konsumzurückhaltung

Produktkäufe werden branchenübergreifend wieder vermehrt verschoben. Zudem hinterfragen viele Konsumenten zunehmend ihren Konsum. Dies sind zwei Ergebnisse des aktuellen Corona Consumer Check des IfH Köln.
Bild: unsplash.com / David Clarke

Zu Beginn der Coronapandemie und des ersten Lockdowns 2020 haben viele Konsumenten Anschaffungen und Produktkäufe verschoben. Obwohl einige Anschaffungen im Laufe des letzten Jahres nachgeholt wurden, hält der Trend auch im zweiten Jahr der Pandemie weiter an. So ist die Konsumzurückhaltung im Juli 2021 durch den langen zweiten Lockdown wieder angestiegen, heisst es im aktuellen Corona Consumer Check des IfH. Demnach gibt knapp die Hälfte der Befragten an, aktuell Anschaffungen zu verschieben. Über alle Branchen hinweg haben Konsumenten weniger Geld ausgegeben als noch vor der Coronakrise. Grund hierfür sind trotz Lockerungen immer noch Ängste und Sorgen um die finanzielle Zukunft, die unverändert bei rund 30 Prozent der Befragten vorherrschen.

Knapp die Hälfte der Befragten hat durch die coronabedingten Beschränkungen realisiert, dass sie auf Konsum teilweise verzichten können. So haben 47 Prozent der Befragten gemerkt, dass sie gar nicht so viele Produkte benötigen. Auch der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen fällt der Konsumverzicht nicht unbedingt schwer: 43 Prozent realisieren, dass sie auch mit weniger Produkten auskommen können.

Anlässlich der aktuellen Coronakrise analysiert das IfH Köln im Rahmen des Corona Consumer Check bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in Deutschland. Hierfür werden 500 Konsumentinnen und Konsumenten in einer repräsentativen Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt.

Pressedienst
Die Neigung, Anschaffungen zu verschieben, steigt mit steigenden Inzidenzwerten wieder an. (Bild: IfH Köln)
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