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Der Deutschschweizer Buchmarkt hält sich gut

Nach zwei Jahren mit leicht rückläufigen Umsätzen konnte der Buchhandel in der Deutschschweiz 2025 wieder ein Plus von 1 Prozent verzeichnen. Das erfreuliche Erebnis sei vor allem auf das «sehr gute Weihnachtsgeschäft» zurückzuführen, teilt der Schweizer Buchhandels- und Verlagsverband (SBVV) mit. Der Umsatz im Dezember stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2025 0,3 Prozent mehr Bücher verkauft als im Vorjahr, die Durchschnittspreise erhöhten sich um 0,7 Prozent.
Dass die Umsätze seit vielen Jahren stabil seien, sei nicht wirklich erfreulich, hält der SBVV fest. Denn die Kosten stiegen. Deshalb wären auch höhere Umsätze nötig. Zwar gehe die Zahl der Buchhandlungen in der Deutschschweiz noch nicht so deutlich zurück wie in vielen anderen Ländern. «Trotzdem zeigen Schliessungen von zum Teil über lange Zeit erfolgreichen Geschäften, dass die Situation für die Branche auch hierzulande herausfordernd ist», schreibt der SBVV.
Belletristik und Kinderbücher legen zu
Verschiebungen zeigen sich bei den Warengruppen. Belletristik bleibt die wichtigste Kategorie und gewinnt weiter an Bedeutung, ebenso Kinder- und Jugendbücher sowie populäre Sachbücher. Rückläufig sind wissenschaftliche Sachbücher, Ratgeber und Reisebücher. Als Gründe nennt der SBVV die zunehmende Nutzung von Onlineplattformen und KI-Angeboten für Information und Wissen.
Schweizer Autor:innen und Verlage stark
Sieben der zehn meistverkauften Hardcover-Belletristik-Titel 2025 stammen von Schweizer Autorinnen und Autoren. An der Spitze stand 2025 «Lázár» von Nelio Biedermann (Rowohlt), gefolgt von «Wut und Liebe» von Martin Suter (Diogenes). Auch Schweizer Verlage sind gut vertreten: Diogenes, Kein & Aber sowie weitere Häuser wie Kampa, Dörlemann oder Globi schafften es auf die Bestsellerlisten.
Der ausführliche Marktreport 2025 mit absoluten Umsatzzahlen erscheint am 5. März 2026.
Die Liste der Jahresbestseller können Sie hier runterladen.