Handel / Politik
23. Juni 2026

Detailhandel: Food wächst, Non-Food verliert

Der Schweizer Detailhandel hat 2025 einen Umsatz von 104,7 Milliarden Franken erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während der Food-Bereich zulegte, verzeichnete der Non-Food-Sektor erneut einen Rückgang.
Non-Food verlor im Schweizer Detailhandel letztes Jahr 2,7 Prozent an Umsatz. (Symbolbild: Markus Spiske/Unsplash)

Der Lebensmittel-Detailhandel steigerte seinen Umsatz 2025 um 2,1 Prozent. Dies geht aus aktuellen Zahlen von NielsenIQ Switzerland hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Nach einem langjährigen Rückgang der Verkaufsstellen wächst die Zahl der Filialen wieder. Treiber sind laut NielsenIQ die Expansion von Discountern und Grossverteilern.

«Der aktuelle Ausbau des Filialnetzes im Lebensmittel-Detailhandel trägt dem anhaltenden Trend zu einer steigenden Anzahl kleinerer Einkäufe Rechnung», sagt Silke Volejnik, Retail Leader NielsenIQ Switzerland.

Im Non-Food-Bereich sank der Umsatz um 2,7 Prozent. Das Marktumfeld war von strukturellen Veränderungen geprägt. Migros verkaufte oder schloss mehrere Fachmarktformate: Bike World ging an Thömus, OBI Schweiz an die OBI-Gruppe, die Do it + Garden-Filialen wurden geschlossen und Micasa per Management-Buy-out übernommen. Gleichzeitig traten mit Rossmann und Action zwei internationale Anbieter in den Schweizer Markt ein.

Onlinehandel legt weiter zu

Der B2C-Onlinehandel wuchs 2025 um 900 Millionen Franken auf 15,8 Milliarden Franken. Käufe über Schweizer Domains nahmen um 6 Prozent zu, der grenzüberschreitende Onlinehandel um 8 Prozent.

«Die Bedeutung ausländischer Anbieter im Schweizer Onlinehandel nimmt weiter zu – insbesondere chinesische Plattformen gewinnen an Marktanteil», sagt Evgenij Isakulov, E-Commerce Leader NielsenIQ Switzerland & Austria. Das Wachstum des grenzüberschreitenden Onlinehandels habe sich jedoch gegenüber dem Vorjahr verlangsamt.

Fokus auf Positionierung

Der Detailhandel war 2025 von intensivem Preiswettbewerb, neuen Marktteilnehmern und Diskussionen um Plattformen wie Temu und Shein geprägt. Viele Unternehmen schärften laut NielsenIQ ihre Positionierung und konzentrierten sich stärker auf ihr Kerngeschäft.

Für 2026 erwarten die Marktforscher weiteres Wachstum. Neben etablierten Online-Marktplätzen dürfte auch Social Commerce an Bedeutung gewinnen. Als zentrale Erfolgsfaktoren nennt NielsenIQ klare Sortimentsprofile, Kundennähe und eine konsequente Positionierung im Markt.

Pressedienst
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