Handel / Politik
06. Februar 2026

Detailhandel wächst nur 2025 leicht

Der Schweizer Detailhandel ist im letzten Jahr kaum gewachsen. Das Plus betrug laut dem Marktforscher NielsenIQ 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt konnte der Schweizer Detailhandel letztes Jahr den Umsatz nur leicht steigern. (Symbolbild: Jarmoluk Stairs/Unsplash)

Konkret machten die im NIQ Markt Monitor Schweiz abgedeckten Detailhändler im Lebensmittel- und lebensmittelnahen Bereich (Food/Nearfood) 1,2 Prozent mehr Umsatz. Im Nonfood-Sektor wird das Plus auf magere 0,6 Prozent beziffert.

Die einzelnen Bereiche des Non-Food-Sektors entwickeln sich unterschiedlich. Freizeit bleibt in Bezug auf kumuliertes Wachstum an der Spitze. Spielwaren liegen auch zum Jahresende deutlich über dem Vorjahresniveau. Wichtige Treiber für dieses Wachstum sind laut NielsenIQ nach wie vor insbesondere Konstruktions-Sets und Games/Puzzles.

Verglichen mit dem Vorjahr liegt Heimelektronik ebenfalls im Plus. Computer, Notebooks und auch Videospielkonsolen wurden im Jahr 2025 stark nachgefragt. Auch DIY entwickelt sich positiv. Das Plus ist unter anderem auf die grosse Nachfrage bei Klimaanlagen und Ventilatoren im 2. und 3. Quartal 2025 zurückzuführen. Genauso haben Roboter-Rasenmäher ein Top-Ergebnis erzielt und signifikant zum Gesamtergebnis beigetragen.

Fashion entwickelt sich rückläufig. Umsatzstarke Warengruppen wie beispielsweise Pullover/Sweatshirts, Hosen, Strumpfwaren verlieren weiterhin. Ski- und Wintersportbekleidung leiden ebenfalls aufgrund des niederschlagsarmen Winters.

Online wächst weiter

Der Trend weg vom stationären Handel hin zum Online-Shopping bleibt derweil bestehen. Per Ende Dezember 2025 lag das kumulierte Wachstum beim Einkauf im Internet im letzten Jahr laut NielsenIQ bei rund 10 Prozent. Der Umsatz in den Läden dürfte daher auch 2025 erneut gesunken sein.

Die Zahlen des NIQ Markt Monitor erheben indes laut dem Marktforscher selbst keinen Anspruch auf Repräsentativität für den Gesamtmarkt. Die untersuchten rund 40 grossen Schweizer Detailhändler decken den Angaben zufolge rund 40 bis 50 Prozent des gesamten Detailhandelsumsatzes ab. Nicht integriert sei der Fachhandel.

Branchenverband sieht Rückgang

Gemäss den neusten Zahlen des Branchenverbands Swiss Retail Federation von Mitte Januar ist der Detailhandelsumsatz 2025 nominal um bis zu 1,3 Prozent geschrumpft. So geht der Verband davon aus, dass die Food-Branche zwar um rund 2,5 Prozent zulegte, der Non-Food-Bereich derweil um etwa 4 Prozent absackte.

Eine Trendwende sei zudem nicht in Sicht, meinte der Verband damals. Faktoren wie geopolitische Unsicherheiten, hohe Krankenkassenprämien sowie die nach wie vor als hoch empfundenen Preise im Detailhandel dürften den Konsum 2026 weiterhin bremsen.

sda/pd
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