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Detailhandelsverband ist gegen Erhöhung der Mehrwertsteuer

0,8 Prozentpunkte mehr Mehrwertsteuer zur Finanzierung der Armee? Und eine unbefristete Mehrwertsteuererhöhung von 0,5 bis 0,9 Prozentpunktem zur Finanzierung der 13. AHV-Rente? Diese Pläne aus Bundesbern lehnt der Schweizer Detailhandelsverband Swiss Retail Federation «entschieden» ab, wie er in einer Mitteiliung schreibt. Die Mehrwertsteuer, die derzeit 8,1 Prozent beträgt, entwickle sich schrittweise Richtung 10-Prozent-Marke. Für Konsumenten, Detailhandel und Binnenwirtschaft sei diese Entwicklung hochproblematisch.
Die vorgeschlagene Steuererhöhung belastet gemäss Swiss Retail Federation den Detailhandel doppelt: Einerseits entstünden hohe Umstellungs- und Administrationskosten für Preise, Kassensysteme, ERP-Prozesse und Kundenkommunikation. Der Detailhandel könne diese Mehrkosten aber nicht vollständig an die Kundschaft weitergeben. Zudem sinke die Kaufkrauft, das verstärke den Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland.
Die Swiss Retail Federation anerkennt laut Mitteilung die sicherheitspolitischen Herausforderungen und unterstützt eine glaubwürdige Landesverteidigung. Zusätzliche Staatsausgaben müssten jedoch «primär über eine konsequente Prioritätensetzung, Effizienzsteigerungen und strukturelle Reformen finanziert werden – nicht durch eine fortlaufende Belastung des Konsums».
Die Swiss Retail Federation vertritt den schweizerischen Detailhandel ohne die Grossverteiler. Sie repräsentiert 2300 Detailhandelsunternehmen mit 6800 Standorten in der Schweiz. Ihre Mitglieder generieren einen Umsatz von über 26 Mia. Franken und beschäftigen rund 62'000 Personen.