Fr - Di
Die Migros schliesst alle Ex-Libris-Filialen

Die Migros setzt beim Buchhandel vollständig auf online: Bis Ende 2026 werden die 15 verbleibenden Filialen von Ex Libris geschlossen. Das Buchgeschäft von Ex Libris wird schrittweise auf Galaxus überführt, die Migros-Tochter ist das grösste Online-Warenhaus der Schweiz. Bis Mitte 2026 soll das Online-Geschäft von Ex Libris vollständig in Galaxus integriert sein, wie die Migros am Freitag mitteilte.
Von der Massnahme betroffen sind 230 Mitarbeitende bei Ex Libris. Ein Stellenabbau sei leider nicht ausgeschlossen, schreibt die Migros. Betroffenen Mitarbeitenden werde wenn möglich eine neue Stelle innerhalb der Migros-Gruppe angeboten. Zudem würden sie auf der Suche nach einer externen Stelle durch die Personalabteilung und spezialisierte Partner unterstützt. Zudem gebe es einen Sozialplan, um die Auswirkungen von Kündigungen möglichst abzufedern. Es läuft ein Konsultationsverfahren.
Wechsel in der Führung
Im Zuge der Transformation tritt Daniel Röthlin, langjähriger Unternehmensleiter von Ex Libris, in den Ruhestand. Die Leitung von Ex Libris während der Integration übernehmen Finanzleiter Stephan Koller und Leiter Kommerzielles Geschäft Rafael Schenker in enger Zusammenarbeit mit Digitec Galaxus.
Für die Kundschaft ändere sich nichts. Kundinnen und Kunden könnten wie gewohnt über exlibris.ch und galaxus.ch bestellen, schreibt die Migros weiter. Bücherangebot und Nutzererfahrung auf Galaxus würden im Verlauf von 2026 gemeinsam mit Ex Libris weiter ausgebaut. Lieferanten und Partner werde man in der Übergangsphase eng begleiten.
Ex Libris wurde 1947 als Buchclub gegründet. Die Migros beteiligte sich ab 1950 finanziell und übernahm Ex Libris 1956 ganz. Im Jahr 2010 gab es noch über 114 Ex-Libris-Filialen in der Schweiz. 2019 wurde Ex Libris vom stationären Händler mit Online-Shop zu einem Online-Shop mit stationärem Handel, wie es auf der Ex-Libris-Website heisst. Nun verabschiedet sich die Migros-Tochter gänzlich vom stationären Handel.