Handel / Politik
14. November 2021

GfK-Studie: Kaufkraft in Europa

Insgesamt haben die Europäer für das Jahr 2021 rund 10,2 Bio. € zur Verfügung, die sie für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub, Mobilität oder auch Konsumwünsche ausgeben können.
Symbolbild (unsplash.com / Didier Weemaels)

Pro Kopf entspricht dies einer durchschnittlichen Kaufkraft von 15.055 €. Damit verzeichnet die Pro-Kopf-Kaufkraft 2021 ein moderates Wachstum von nominal 1,9%. Wie viel die Verbraucher jedoch letztlich für Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung haben, unterscheidet sich von Land zu Land sehr, was ein Blick auf die Top 10 zeigt.

In Liechtenstein, das das Kaufkraftranking wie in den Vorjahren weit vor allen anderen Ländern anführt, beträgt die Pro-Kopf-Kaufkraft 64.629 €. Damit liegt Liechtenstein fast das 4,3-Fache über dem europäischen Durchschnitt. Ebenfalls in der Top 3 des Kaufkraftrankings zu finden sind wie im Vorjahr die Schweiz und Luxemburg. Während den Schweizern 40.739 € pro Person und damit etwas mehr als das 2,7-Fache im Vergleich zum Durchschnittseuropäer für Ausgaben zur Verfügung stehen, haben die Luxemburger eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 35.096 €. Damit liegen sie mehr als das 2,3-Fache über dem europäischen Durchschnitt. Auch alle anderen Länder in den Top 10 weisen eine sehr hohe Pro-Kopf-Kaufkraft auf, die mindestens 55 % über dem europäischen Durchschnitt liegt. Neu in den Top 10 ist in diesem Jahr das Vereinigte Königreich, das mit 23.438 € pro Kopf den zehnten Platz belegt.

Insgesamt liegen 16 der 42 untersuchten Länder über dem europäischen Durchschnitt. Dem gegenüber stehen 26 Länder, deren Pro-Kopf-Kaufkraft unterdurchschnittlich ist – inklusive Spanien, das mit 14.709 € pro Kopf etwas unter dem europäischen Durchschnitt liegt. Das Schlusslicht bildet die Ukraine: Im kaufkraftschwächsten Land der Studie haben die Menschen lediglich 1.892 € pro Kopf und weniger als 13 % des europäischen Durchschnitts zur Verfügung.

Pressedienst
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