Handel / Politik
13. März 2025

Handelsverband rät Mitgliedern von Zusammenarbeit mit Temu ab

Der Branchenverband Handelsverband.swiss rät seinen Mitgliedern aktuell noch davon ab, ihre Produkte auf der chinesischen Onlineshopping-Plattform Temu anzubieten. Diese Einschätzung könnte sich aber ändern.
Eine Zusammenarbeit mit Temu könne für Schweizer Händler zu einem Imageproblem werden, sagt Bernhard Egger, Geschäftsführer von Handelsverband.swiss. (Bild: zVg)

Temu ist vor allem bei Schnäppchenjägern beliebt und durch seine aggressive Werbung bekannt. Dabei hat die Plattform in den letzten Jahren weltweit ein erstaunliches Wachstum hingelegt und gewinnt auch in der Schweiz immer mehr an Bedeutung. Allein im Januar 2025 verdoppelten sich etwa die Umsätze in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bisher bietet Temu vor allem Produkte von Herstellern und Händlern aus Asien auf seiner Plattform an. Mit dem Programm «Local-to-Local» will das Unternehmen auch Händler aus westlichen Ländern für sich gewinnen. In einigen Ländern, wie etwa Deutschland, ist dieses Programm auch schon angelaufen. Die Schweiz könnte bald folgen.

Unter den aktuell gegebenen Bedingungen rät Bernhard Egger, Geschäftsführer Handelsverband.swiss, seinen Mitgliedern aber noch von einer Zusammenarbeit mit Temu ab, wie er am Donnerstag auf der Jahreskonferenz des Verbands sagte.

Rechtliche Unsicherheit

Nach Ansicht von Egger bestehen vor allem noch rechtliche Unsicherheiten, wie etwa der Produkthaftung. Zudem sieht er die Möglichkeit von Rufschäden.

Auch trete Temu gegenüber Händlern sehr hart auf. Beispielsweise diktiere Temu den Händlern die Preisgestaltung. So müssten Produkte bei Temu Egger zufolge 15 Prozent günstiger als bei Amazon angeboten werden.

In Zukunft könnte sich die Einschätzung aber ändern, so Egger weiter. Sollte sich Temu den Schweizer Regeln anpassen, könnte die Plattform in Zukunft auch für Schweizer Händler attraktiv sein.

Wie es gehen könnte, zeigten Amazon und Zalando, wo es in der Vergangenheit auch ähnliche Bedenken gab. Inzwischen würden auch Schweizer Händler insbesondere von der grossen Reichweite dieser Plattformen profitieren.

Mehr zum Thema: Ausländische Online-Shops wachsen kräftig in der Schweiz

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