Handel / Politik
Unsicheres Spielzeug gefährde Kinder und Unternehmen, warnt der Spielwarenindustrieverband TIE. (Bild: TIE)
14. Februar 2025

Illegales und unsicheres Spielzeug: Spielzeugindustrie fordert strengere EU-Massnahmen

Der europäische Spielwarenindustrieverband Toy Industries of Europe (TIE) hat in Zusammenarbeit mit nationalen Spielzeugverbänden eine europaweite Petition gestartet: Sie fordert die EU auf, stärker gegen illegales und unsicheres Spielzeug vorzugehen, das online verkauft wird.

Die Petition «StopIllegalToys.eu» fordert die Politikerinnen und Politiker auf, Gesetzeslücken zu schliessen. Online-Plattformen sollen für die Sicherheit der auf ihren Plattformen angebotenen Produkte verantwortlich gemacht werden, wenn keine andere in der EU ansässige Partei dafür verantwortlich ist, schreibt TIE in einer Mitteilung. Unsicheres Spielzeug gefährde Kinder und untergrabe seriöse Unternehmen, heisst es zur Begründung.

So hat eine kürzlich von TIE und nationalen Spielzeugverbänden durchgeführte Untersuchung ergeben, dass 80 Prozent der Spielzeuge, die über große Online-Plattformen von unbekannten, nicht in der EU ansässigen Verkäufern gekauft wurden, nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprachen. Diese nicht konformen Produkte wurden auf Plattformen wie Allegro, AliExpress, Amazon Marketplace, Bol, Cdiscount, Fruugo, Light In The Box, Shein, Temu und Wish gekauft.

«Jeder Euro, der für unsicheres Spielzeug ausgegeben wird, ist ein Euro, der nicht für sicheres Spielzeug ausgegeben wird», sagt Catherine Van Reeth, Generaldirektorin von Toy Industries of Europe. «Spielzeughersteller in ganz Europa, von denen 99 Prozent KMU sind, übernehmen die volle Verantwortung für die Sicherheit ihrer Produkte. Wenn keine in der EU ansässige Partei verantwortlich ist, müssen Online-Plattformen die Sicherheit des auf ihren Seiten verkauften Spielzeugs gewährleisten. Diese Petition ist eine Gelegenheit für jedes europäische Spielzeugunternehmen, seine Stimme zu erheben und Maßnahmen zu fordern.»

Folgende Massnahmen könnten laut TIE etwas bewirken:

  • Strengere Gesetze, damit Online-Plattformen für das auf ihren Seiten verkaufte illegale Spielzeug rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, wenn keine andere in der EU ansässige Partei zur Verantwortung gezogen werden kann.
  • Bessere Durchsetzung der bestehenden EU-Spielzeugsicherheitsvorschriften, um zu verhindern, dass unseriöse Händler frei agieren können.
  • Verbesserte Zollkontrollen, um die Flut von kleinen, oft unsicheren Spielzeugsendungen, die in die EU gelangen, zu bewältigen.
  • Eine konsequente Durchsetzung des Gesetzes über digitale Dienstleistungen (DSA), um sicherzustellen, dass alle Verkäufer identifizierbar sind und dass die Plattformen mehr Verantwortung für die Entfernung von gefährlichem und gefälschtem Spielzeug übernehmen.

Die Petition wird den politischen Entscheidungsträgern der EU und den nationalen Regierungen im Frühjahr 2025 vorgelegt. TIE und die nationalen Spielzeugverbände fordern alle Spielzeugunternehmen auf, die Petition unter www.StopIllegalToys.eu zu unterzeichnen.

Pressedienst
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