Handel / Politik
21. Juni 2021

Live Shopping als Zukunftsperspektive

Mit dem aktuellen «Corona Consumer Check» des IFH Köln wird das Potenzial von Live Shopping untersucht – ein Ansatz, der insbesondere bei den jüngeren Konsumenten Anklang findet und damit eine Zukunftsperspektive für den Handel bietet.

Immer noch sind viele stationäre Geschäfte geschlossen und das rückt alternative Servicekanäle in den Fokus der Kund:innen. Neben Click & Collect sowie Click & Meet setzen mittlerweile einige Händler auch auf den interaktiven Service des Live Shopping. Bei diesem Konzept werden in Livestreams Produkte präsentiert, die von den Zuschauern zeitgleich erworben werden können. Der aktuelle „Corona Consumer Check“ des IFH Köln untersucht nun, ob dieser digitale Verkaufskanal den Kunden überhaupt schon ein Begriff ist und wie er genutzt und bewertet wird. Das Ergebnis zeigt, dass sowohl Bekanntheit als auch Nutzung noch verhalten sind, jedoch vor allem jüngere Nutzer eine Zukunftsperspektive für diese Innovation sehen.

Innovationspotenzial des Live Shopping noch in den Startlöchern

67 Prozent der Konsumenten ist die Möglichkeit, online Produkte live einzukaufen, noch nicht bekannt, während nur rund ein Drittel (30 Prozent) der Befragten den digitalen Service Live Shopping kennt. Genutzt wurde er bisher auch nur von vier Prozent der Konsumenten. Bei der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen lassen sich hierzu allerdings bessere Werte bei Bekanntheit (33 Prozent) und Nutzung (5 Prozent) verzeichnen, denn hier wird auch das Zukunftspotenzial dieses Services gesehen. Während nur 26 Prozent der Befragten, denen Live Shopping ein Begriff ist, sich vorstellen können, Liveangebote auch nach der Corona-Krise zu nutzen, ist der Anteil unter den jüngeren schon deutlich wahrscheinlicher: Für 41 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, die schon einmal live gekauft haben oder den Service kennen, birgt Live Shopping Zukunftspotenzial. Demgegenüber geben altersübergreifend 47 Prozent der Nutzer:innen an, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie nach der Krise weiter live shoppen. Gegenüber Einzelhandels-Services wie Click & Collect oder Click & Meet zeigen sich 36 Prozent der Verbraucher vor allem von dem innovativen Gedanken des Live Shoppings überzeugt und der Service wird als ähnlich bequem wie Click & Collect und genauso zielführend wie Click & Meet wahrgenommen. Allerdings halten im Vergleich deutlich weniger der Befragten Live Shopping für so notwendig oder nützlich wie die anderen beiden Services – hier schneidet Click & Collect als nützlichste Einkaufsalternative ab.

Pressedienst / Caroline Garcia
Live Shopping ist innovativ aber nicht so nützlich wie Click & Collect: Die drei alternativen Einkaufsservices der Krise im Vergleich. (Grafik: IFH Köln)
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