Handel / Politik
05. Januar 2026

Mehr Umsatz, mehr Pakete und mehr Gutscheine im Weihnachtsgeschäft

Von Plüschwichtel Finn über Panettone bis zu Gutscheinen: Weihnachten hat den Schweizer Detailhandel beflügelt. Viele Händler berichten von einem erfreulichen Geschäftsverlauf rund um die Festtage, teils mit deutlichen Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr.
Zwischen Black Friday und Weihnachten stellte die Schweizer Post rund 23 Millionen Pakete zu. (Bild: Post)

Bei Manor wurden bis unmittelbar vor Weihnachten fleissig Geschenke eingetütet: Der 23. Dezember erwies sich dabei als umsatzstärkster Verkaufstag. Insgesamt fallen die Weihnachtsverkäufe der Warenhauskette leicht höher aus als im Vorjahr, wie eine Manor-Sprecherin der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage sagte.

«Ein zufriedenstellendes Ergebnis, insbesondere vor dem Hintergrund eines bereits starken Weihnachtsgeschäfts 2024 und einer deutlich gestiegenen Preissensibilität der Kundschaft», sagte die Sprecherin. Die Kundinnen und Kunden hätten später, dafür entschlossener eingekauft sowie insbesondere Omnichannel-Services wie Click & Collect genutzt.

Eine noch konkretere Angabe macht das Modehaus PKZ. Bei der Modekette lag das Weihnachtsgeschäft nach eigenen Angaben rund fünf Prozent über dem Vorjahr. Besonders die Filialen im Grossraum Zürich hätten überdurchschnittlich zum Ergebnis beigetragen, sagte ein Kommunikationsverantwortlicher. Kundinnen und Kunden schätzten vermehrt Zusatzleistungen wie Geschenkverpackungen und persönliche Beratung. «Zudem werden wieder häufiger hochwertige Artikel gekauft oder verschenkt.»

Plüschtiere und Klassiker gefragt

Auch die Migros zieht eine positive Bilanz und spricht von einem «besonders erfolgreichen» Weihnachtsgeschäft. Konkrete Umsatzzahlen nennt der Detailhandelsriese zwar nicht, verweist jedoch auf eine starke Nachfrage nach Eigenmarken und Festtagsklassikern. Erneut als Renner erwiesen sich die Plüschtiere von Wichtel Finn. Nachdem das Sortiment aufgrund der hohen Nachfrage im Vorjahr ausgebaut worden war, stieg der Absatz der Finn-Artikel um rund 35 Prozent. Das gesamte Plüschtier-Sortiment legte indes um fünf Prozent zu.

Eine «kontinuierlich positive Entwicklung im Weihnachtsgeschäft» vermeldet dementsprechend Coop. Dieses sei jeweils stark traditionell geprägt, wie eine Sprecherin sagte. Die meistgefragten Produkte entsprächen denen der vergangenen Jahre: Grittibänze, Panettone und Weihnachtsguetzli sowie festliche Gerichte mit Schüfeli, Schinkli, Fondue Chinoise oder Raclette. Nach den Feiertagen rückten nun vor allem die Ausverkäufe in den Fokus.

Einzelprodukte statt Sammelbestellungen

Auch bei den Onlinehändlern lief es rund. Anders als im Vorjahr entschieden sich etwa beim Anbieter Brack aber viele Kundinnen und Kunden eher für einzelne Produkte statt für grössere Sammelbestellungen. «Aus unserer Sicht spiegelt das vor allem eine höhere Planungs- und Vergleichsintensität wider und nicht eine generelle Zurückhaltung im Konsum», sagte ein Firmen-Sprecher.

Bei Brack lag die Kundenfrequenz im Dezember denn auch klar über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. «Auch die Anzahl der getätigten Käufe konnte im mittleren einstelligen Prozentbereich gesteigert werden», so der Sprecher. Hoch im Kurs standen Lego und interaktive Lautsprecher für Kinder sowie Produkte im Bastelbereich. Die Nachfrage nach Kopfhörern und Smartphones war dagegen vergleichsweise verhalten.

Paketflut bei der Post

Der anhaltende Versandboom zeigt sich auch bei der Schweizerischen Post. Zwischen Black Friday am 28. November und Weihnachten wurden rund 23 Millionen Pakete verschickt - ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Spitzentag, dem 2. Dezember, verarbeitete die Post mit 1,3 Millionen Sendungen so viele Pakete wie noch nie an einem einzigen Tag.

Wie viele davon zurückgeschickt werden, ist noch offen. Beim Onlinehändler Digitec Galaxus rechnet man mit ähnlichen Werten wie im Vorjahr. Im Januar ist dort die Retourenquote zwar am höchsten, sie ist aber seit Jahren stabil und bewegt sich über alle Produktkategorien hinweg unter zwei Prozent. Rund die Hälfte davon sind Garantiefälle und Reparaturen, der Rest entfällt auf tatsächliche Rücksendungen.

Gutscheine bleiben beliebt

Nach wie vor beliebt sind Gutscheine, denn sie erlauben den Beschenkten, Gewünschtes gleich selbst auszuwählen. Entsprechend legte bei Digitec Galaxus der Gutscheinverkauf deutlich zu: Zwischen dem 1. und 24. Dezember habe man - gemessen am Umsatz - rund zwei Drittel mehr Gutscheine verkauft als im gleichen Zeitraum 2024, sagte der Sprecher.

Wann und für wofür diese eingelöst werden, lässt sich derweil noch nicht abschätzen. Die Tage bis zum Jahresende bleiben laut der Manor-Sprecherin aber umsatzrelevant: «Viele Kundinnen und Kunden nutzen die freien Tage, lösen Geschenkkarten ein oder geben Weihnachtsgeld aus.»

sda
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