Handel / Politik
08. November 2021

Papiermangel: die Preise steigen rasant

Der Papiermarkt verzeichnet einen drastischen Anstieg der Preise. Vor allem Rohstoffe wie Altpapier oder Zellstoff, die zur Papierherstellung notwendig sind, verteuerten sich überdurchschnittlich. Daher hat die Papierindustrie erneut die Preise erhöht. Die aktuelle Preisentwicklung auf dem Energiesektor versursacht erhebliche Kostensteigerungen bei der Produktion energieintensiver Produkte.
Symbolbild (unsplash.com / Ron Dyar)

Rohstoff- und Energiekosten steigen nach wie vor außerordentlich stark. So ist es nicht verwunderlich, dass die Papierindustrie erneut die Preise erhöhen musste. Alle Möglichkeiten einer Kompensation von Preissteigerungen, sowohl auf der Seite des Handels als auch durch die Industrie, seien ausgeschöpft, heißt es seitens der Papierindustrie. Nun erheben die Hersteller Energie - kostenzuschläge von bis zu 150 Euro pro Tonne Papier/Karton – auch für bereits bestellte und bestätigte Lieferungen. „Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, diese Kosten in gleicher Höhe an unsere Kunden weiterzugeben. Selbstverständlich können alle Aufträge von unseren Kunden ohne Berechnung von Kosten storniert werden“, heißt es seitens der Igepa. Die Papierindustrie in Deutschland ist eine der größten der Welt. Im Jahr 2019 erwirtschafteten die Unternehmen der Branche mit 160.000 Beschäftigten einen Umsatz von 45,41 Mrd. Euro. Die steigende Rohstoffpreise und eine gewachsene Nachfrage vor allem nach Verpackungen und Kartonagen aus Papier und Pappe haben die Erzeugerpreise für Papierprodukte nun deutlich steigen lassen. Auch die Inapa ist darüber nicht glücklich, sieht aber keine Alternative: „Da alle Möglichkeiten einer Kompensation dieser Entwicklung seitens der Inapa Deutschland ausgeschöpft sind, sehen auch wir uns gezwungen, unsere Preise entsprechend anzupassen. Die Preiserhöhung um mindestens 10 Prozent bezieht sich auf das gesamte Sortiment und wird zum 15. November wirksam“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Erhöhungen betreffen sowohl neue Kontrakte als auch aus - stehende Lieferungen bestehender Kontrakte, für die sich die Lieferanten Preiserhöhungen bei Lieferung ausdrücklich vorbehalten. Die Inapa Deutschland habe gegenüber ihren Lieferanten betont, dass sie auf einer Einhaltung bestehender Verträge besteht und Lieferungen an die Inapa auf der Basis früherer Preiszusagen erfolgen. Es zeichne sich jedoch ab, dass Papierhersteller, nicht zuletzt vor dem Hintergrund allgemeiner Papierknappheit, zukünftige Lieferungen unabhängig von früheren Zusagen nur noch zu erhöhten Preisen durchführen werden. „Wir bedauern die mit dieser Vorgehensweise für unser Kunden verbundenen Unannehmlichkeiten, sehen aber keine Möglichkeit, die enormen Diskrepanzen zwischen den erhöhten Fabrik - abgabepreisen und unseren Verkaufs - preisen zu kompensieren.“, so die Inapa. Keine guten Aussichten, das weiß auch die Igepa: „Diese von uns bereits prognostizierte Preisanpassungs dynamik für Papierund Kartonprodukte wird sich nach unserer und auch nach Ansicht aller Wirtschafts experten in das Jahr 2022 hinein weiter fortsetzen. Eine Tendenz zur Abschwächung und damit Beruhigung der Markt situation ist heute nicht absehbar".

Pressedienst
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