Handel / Politik
12. Dezember 2025

Second-Hand-Geschenke bleiben starker Trend

Ein Second-Hand-Geschenk unter dem Weihnachtsbaum? Das kann sich laut einer Umfrage die Hälfte der Deutschen vorstellen. Die Motive für Geschenke aus zweiter Hand haben sich geändert. Und auch die Scham, etwas Gebrauchtes zu schenken, schwindet.
Zu Weihnachten darfs gerne auch was Gebrauchtes sein. (Symbolbild: Pixabay)

39 Prozent der Deutschen haben schon mal ein Second-Hand-Geschenk zu Weihnachten verschenkt, 53 Prozent können sich das in diesem Jahr vorstellen. Dabei werden Second-Hand-Weihnachtsgeschenke besonders häufig online, aber auch im stationären Handel gekauft. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Sellpy und dem Handelsverband Deutschland (HDE), durchgeführt von Appinio. 

Spannend dabei: Der Second-Hand-Markt wandelt sich vom reinen Gewissensthema zum Lifestyletrend. Während 2024 noch der Wunsch nach Nachhaltigkeit das Hauptmotiv für Second-Hand-Geschenke war, dominieren 2025 der «Schatzsucher-Aspekt» und finanzielle Vorteile. So gaben 47 Prozent der Befragten an, Second Hand zu verschenken, weil diese Geschenke einzigartiger seien als Neuware – 2024 war dieser Aspekt nur für 35 Prozent relevant. 

Dazu sagt Nikola Grote, Market Development Managerin bei Sellpy: «2024 kauften die Menschen gebraucht, um "das Richtige” für den Planeten zu tun. 2025 kaufen sie gebraucht, weil sie etwas schenken wollen, das nicht jeder hat. Der Vintage-Faktor und die Einzigartigkeit eines pre-loved Artikels sind heute fast genauso wichtig wie der Preis.»

Der Preisdruck bleibt - aber die Scham verschwindet

Für 48 Prozent ist der bessere Preis der Hauptgrund, ein gebrauchtes Geschenk zu wählen. Generell ist der Preis beim Kauf von Gebrauchtwaren für 78 Prozent der Befragten der wichtigste Treiber. Interessant dabei: Die Sorge, als «geizig» wahrgenommen zu werden, nimmt weiter ab. Männer (30 Prozent) und Frauen (29 Prozent) sind gleichermassen bereit, ihren Partnerinnen und Partnern etwas Gebrauchtes zu schenken.

«Die pessimistische Verbraucherstimmung und ein hohes Mass an Unsicherheit lassen die Verbraucher noch stärker als sonst bei Second-Hand-Waren zugreifen. Die Menschen sind noch preisbewusster als sie das normalerweise sind. Dazu kommt, dass Second-Hand-Geschenke für viele Kunden mittlerweile als etwas Normales angesehen werden – ohne falsche Scham», so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Dabei lebt vor allem die Gen Z Second Hand als Alltagskultur. 75 Prozent dieser Altersgruppe haben in den letzten drei Monaten gebrauchte Artikel gekauft – der Spitzenwert aller Generationen.

Pressedienst
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