Handel / Politik
Wie eine aktuelle Umfrage von PwC zeigt, erledigen 11% der Deutschen ihre Einkäufe mithilfe eines Sprachassistenten wie Alexa oder Siri. (Bild: AdobeStock/metmorworks)
28. Januar 2020

Trend zu Voice Commerce: sprechen statt klicken

Nach E-Commerce und Mobile Shopping setzt sich nun gemäss einer aktuellen Studie der nächste grosse Einkaufstrend durch: Voice Commerce, das Einkaufen mittels Sprachassistent.

Bereits 11% der deutschen Konsumenten nutzen mindestens wöchentlich Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Home, um ihre Einkäufe zu tätigen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, für welche das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) rund 22 000 Verbraucher in 27 Ländern weltweit befragt hat.
Die Studie zeigt, dass Onlineshopping aus dem Alltag der Deutschen kaum mehr wegzudenken ist: Drei Viertel der Konsumenten kaufen mindestens einmal im Monat im Internet ein, 35% sogar wöchentlich. Stark zugenommen hat auch der Einkauf per Smartphone: 23% der Verbraucher kaufen mindestens wöchentlich mobil ein. Bei den unter 35-Jährigen liegt der Anteil bei 37%. Mit Voice Commerce steht nun die nächste Transformation im Detailhandel an: Während 13% der Deutschen bereits einen Sprachassistenten besitzen, wollen sich 19% einen zulegen.

Print-Werbung: weiterhin grosser Einfluss auf Kaufentscheidung
Gemäss PwC-Umfrage beeinflussen digitale Werbekanäle zwar die Einkaufsentscheidungen immer stärker, insbesondere von jungen Konsumenten, aber: Quer durch alle Altersgruppen sind die deutschen Konsumenten nach wie vor der Meinung, dass traditionelle Kanäle wie das Fernsehen, personalisierte E-Mails und Inserate in Printmedien den grössten Einfluss auf die Kaufentscheidung haben.

Stationärer Handel zentral für Kundenbindung
Gemäss PwC soll das stationäre Geschäft auch in Zukunft eine der wichtigsten Säulen der Kundenbindung bleiben. Es werde sich jedoch in einen sozialen Treffpunkt und Showroom verwandeln. Für Händler komme es darauf an, den Laden attraktiv zu gestalten und dafür zu sorgen, dass das Verkaufspersonal gut ausgebildet sei. Damit sich das Personal ganz auf die Kunden konzentrieren könne, sei es zudem sinnvoll, die operativen Abläufe, etwa bei der Bezahlung, zu digitalisieren.

Quelle: #2 of PwC Europe Consumer Insights Series, 2019

Pressedienst / Vanessa Borer
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