22. Februar 2018

Wie können PBS-Ladengeschäfte in Zukunft punkten?

22. Februar 2018

Wie können PBS-Ladengeschäfte in Zukunft punkten?

Gemäss Handelsverband Büro und Schreibkultur (HBS) verzeichnete das Gesamtvolumen des PBS-Marktes in Deutschland 2017 ein leichtes Minus von 0,6 % und betrug knapp 13 Mrd. Euro. Zwar war die Branche mit höheren Erwartungen in das Jahr gestartet, doch letztlich kam dieser Verlauf nicht unerwartet. Der Trend zu neuen, digitalen Arbeitsformen hält an und wird vom Fachhandel aktiv begleitet. Die gute Konjunktur kann den Wandel der Büroarbeit jedoch nicht voll kompensieren. Wie können PBS-Ladengeschäfte bei ihren Kunden in Zukunft punkten?

Bei den PBS-Ladengeschäften weist das HBS-Panel 2017 einen Umsatzrückgang von 3,5 % auf. Beflügelt durch das Trendthema Handlettering und Ausmalen steigt der Mal- und Zeichenbedarf um 13 % auf 135 Millionen Euro. «Gerade in einer so mobilen und schnelllebigen Zeit, wo der Spagat zwischen Beruf und Familie immer schwerer zu bewerkstelligen ist, sorgen Kreativprodukte für den nötigen Ausgleich», so HBS-Präsidiumsmitglied Birgit Lessak. Hier wuchs primär der Bereich der Tusche und Künstlerfarben. Darüber hinaus stieg der Umsatz bei Schreibgeräten um 2,5 % auf 913 Millionen. Getragen wurde das Wachstum insbesondere vom Verkauf der Blei- und Buntstifte mit 27 %.

Klare Positionierung ist wichtig
Im klassischen PBS-Geschäft nimmt der Wettbewerbsdruck seitens der Drogerien, Supermärkte und Lebensmittel-Discountern und der Non-Food-Discounter zu. Nur mit einer klaren Fachhandelspositionierung, einem standortorientierten Konzept kann sich ein Fachgeschäft erfolgreich aufstellen. «Viele Hersteller bedienen sowohl diesen Massenmarkt, als auch den Fachhandel. Die Breite und Tiefe des Angebots darzustellen, ist der Vorzug des Fachhandels», so Lessak.

Kunden erwarten von Händlern digitale Services
Die Fachhändler müssen sich auf einen neuen Kundentypus und ein verändertes Einkaufsverhalten einstellen. In Zukunft werden weitaus mehr digitale Services von Händlern erwartet. Der Einkaufsbummel wird unterwegs vorbereitet und Informationen werden verglichen. «Hier gilt es, das Smart-Phone als Shoppingbegleiter zu verstehen, um neben einer mobilen In-Store-Navigation die Kunden auch über Angebote und Service zu informieren», so Lessak, «denn sobald der Kunde im Geschäft seine Ware abholt, ist er offen für Beratung inklusive Upgrade auf seine bestellte Ware».

Engagiertes und fachkundiges Verkaufspersonal gefragt
Darüber hinaus muss sich der Fachhandel fortwährend weiterentwickeln, um für seine Kunden attraktiv zu bleiben. Neben der regelmässigen Überarbeitung des Ladenkonzepts und der Sortimente sind das Events, Themenwelten und Serviceleistungen, die den Kunden ansprechen. Der Handel muss weiter anpassungsfähig bleiben», so Lessak. Das kostet Kraft und Personalressourcen. Wie wichtig dabei engagiertes und fachkundiges Verkaufspersonal ist, erläutert HBS-Vizepräsidentin Carla Gundlach am aktuellen Thema «Ergonomie». Neben der klassischen Schulausstattung zeigen Eltern besonderes Interesse an einer Ergonomieberatung. «Das fängt beim Schulranzen an und geht über das ermüdungsfrei gestaltete Schreibgerät bis hin zu einem unter neusten ergonomisch Gesichtspunkten gestalteten Arbeitsplatz für die Kleinen», so Gundlach, «Kundenbindung durch effiziente Kundenkommunikation – das schafft eine Wohlfühlatmosphäre, die der Kunde im Online-Shop nicht findet». Mit Workshops, besonderen Geschenkverpackungen oder dem Lieferservice lassen sich zusätzliche Akzente setzen.

Ausblick für 2018
Für das aktuelle Jahr blickt die Branche gemäss HBS optimistisch in die Zukunft. Dazu tragen die stabile Inlands- und die steigende Auslandsnachfrage bei. Die Erwartungen der Unternehmen sind so zuversichtlich wie nie zuvor, ergibt sich aus dem IFO-Geschäftsklimaindex. Die Inlandsnachfrage wird durch den weiter ansteigenden Beschäftigungsstand, steigende Einkommen, anhaltend niedrige Zinsen in Verbindung mit kräftigen Unternehmergewinnen getragen. Steigende Schülerzahlen sorgen bei den Kommunen für Mehrausgaben bei der Schulausstattung und kurbeln die private Nachfrage im Back-to-School-Geschäft an.

 

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