Produktwissen
30. März 2021

Tag des Bleistifts

Am 30. März ist internationaler Tag des Bleistifts, in Erinnerung an den 30. März 1858. Vor 163 Jahren erhielt Hymen L. Lipman das US-Patent für einen Bleistift mit Radiergummi dran. Der Bleistift an sich ist natürlich viel älter, es gibt ihn seit fast 500 Jahren. Ein kleiner Exkurs in die Geschichte des Bleistifts.

Mit einem Bleistift fängt vieles an: Mit ihm schreiben Schüler die ersten Buchstaben, bringen Schriftsteller, Architekten und Designer Skizzen zu Papier, nehmen Ideen Gestalt an, von denen viele die Zeitgeschichte überdauern, wie z.B. Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Vincent van Gogh oder Karl Lagerfeld. Selbst der russische Kosmonaut Juri Gagarin, der im Jahr 1961 als erster Mensch im All die Welt umrundete, nahm einen Bleistift mit an Bord des Raumschiffs Wostok, denn der schreibt auch in der Schwerelosigkeit.

Der Bleistift ist - langfristig betrachtet -  zweifelsohne eines der einflussreichsten Kommunikationsmittel der Welt und hat eigentlich schon damit einen eigenen Gedenktag verdient. Schliesslich ist er ja viel älter als etwa das Telefon, das Faxgerät oder gar der Computer. Der Bleistift ist bei weitem nicht einfach nur irgendein Stift, er ist ein Werkzeug, das vor 450 Jahren die Welt revolutionierte. Und erst der Bleistift machte es möglich, dass jeder Einzelne seine Ideen und Gedanken aufschreiben konnte. Erst die kleine, feine, schwarze Linie des Bleistifts machte diese Tätigkeiten einer breiten Masse an Menschen zugänglich. Und auch heute ist der Bleistift immer noch ein Werkzeug, um Ideen zum Leben zu erwecken. Skizzieren, technisches Zeichnen, texten - all das sind Arbeiten, bei denen der Bleistift gerne verwendet wird, schliesslich ist ein Bleistift lange "haltbar" und es lässt sich das zu Papier gebrachte mittels eines Radierers schnell wieder entfernen oder bearbeiten.

Werkzeug der alten Ägypter

Aber, dass man mit Blei schreiben kann, wusste die Menschheit schon viel früher: Bereits vor rund 5 000 Jahren sollen Ägypter Schilf- oder Papyrusrohr mit flüssigem Blei ausgegossen und als Schreibwerkzeug benutzt haben. Von Plinius ist zudem überliefert, dass auch in der Antike reine Bleigriffel (lateinisch stilus plumbéus) verwendet wurden. In der nordenglischen Ortschaft Keswick wurden ab 1558 Bleistifte gefertigt. Die englischen Bleistifte kamen dann um 1680 in Deutschland und 1726 gab es in der Nähe der Stadt Nürnberg bereits nachweislich Bleistiftmacher, die sich mit der Herstellung und Optimierung des Schreibwerkzeugs beschäftigten. 1778 fand man heraus, dass das verwendete Material eigentlich gar kein Blei ist, rund zehn Jahre später erst bekam es den Namen Graphit - der Name "Bleistift" aber blieb erhalten. 

Wiederum einige Jahre danach, entdeckte man, dass auch das unreine Graphit aus deutschen Minen zur Herstellung der Bleistifte taugte, was die heimische Produktion noch einmal ankurbelte.Im 19. Jahrhundert dann kam - wie bei vielen anderen Produkten auch - mit der Industrialisierung die Massenproduktion von Bleistiften -allein in Deutschland wurden sie millionenfach hergestellt. 1858 gab es dann in den Vereinigten Staaten ein Patent auf den ersten Bleistift mit einem am Ende befestigten Radiergummi, bald schon gab es die schwarz-grauen Stifte in unterschiedlichen Härtegraden - je nach Verwendungszweck. Dass der Bleistift seit seiner Entwicklung im 16. Jahrhundert die Welt erobern konnte, liegt vor allem am Pioniergeist eines deutschen Unternehmers: Lothar von Faber (1817–1896), der die familiäre Manufaktur im fränkischen Stein zur globalen Marke ausbaute.Denn Markennamen und Hersteller von damals sind uns heute noch geläufig sind. Etwa das Unternehmen A.W. Faber, heute bekannt als Faber-Castell und die Firma J.S. Staedtler.

Der Bleistift ist und bleibt ein zeitloses Schreibwerkzeug. Auch heute noch lernen Kinder mit ihm Schreiben, bevor sie zum Füller greifen. Er wird er von künstlerischen Zeichnern heute bei der täglichen Arbeit ebenso verwendet, wie von Graphikern, Architekten oder Designern und ist auch bei technischen Zeichnungen das Werkzeug der Wahl - meist noch lange bevor es an den Computer geht.

 

Pressedienst / Vanessa Borer
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