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Das gemeinsame Spielen erlebt eine Renaissance

Seit 1986 fragt die Stiftung für Zukunftsfragen – eine Initiative und Forschungseinrichtung der British American Tobacco (BAT) – die deutschen Bundesbürger nach ihrer freien Zeit. Damit verfügt die Stiftung heute über die längste kontinuierliche Beobachtung des Freizeitverhaltens in Deutschland. Zum 40-Jahr-Jubiläum blickt die Stiftung im aktuellen Freizeit-Monitor auf das Freizeitverhalten der letzten 40 Jahre zurück.
Eine Erkenntnis: Gemeinsam spielen ist wieder in. Gesellschafts- und Kartenspiele waren 1986 für 15 Prozent der Bundesbürger ein wöchentliches Ritual – ein Wert, der über die 90er und 2000er hinweg bei 11 bis 13 Prozent verharrte und Mitte der 2010er auf sechs bis acht Prozent absackte. Dann kam die Wende: Seit 2020 spielen wieder 13 bis 14 Prozent wöchentlich am Tisch – so viele wie zuletzt in den 80er-Jahren. Das gemeinsame Spiel hat seine Renaissance erlebt.
Gaming ist Teil des Alltags
Videospiele tauchten 1994 mit fünf Prozent in der Befragung auf, dümpelten bis 2019 zwischen vier und elf Prozent – und stiegen dann steil auf 27 Prozent (2020) und 33 Prozent (2026). Gaming ist heute wöchentlicher Alltag für jeden Dritten, längst nicht mehr nur allein vor dem Bildschirm, sondern vernetzt und gemeinsam. «Der Wunsch nach Spiel ist geblieben – seine Form hat sich verändert», hält der Freizeit-Monitor fest.
Ein Comeback erlebten auch die Handarbeiten: Stricken, Nähen, Schneidern galten lange als aussterbend. 21 Prozent übten Handarbeiten 1986 wöchentlich aus, 2003 waren es noch elf, 2015 nur noch drei Prozent. Doch auch hier gibt es eine Rückkehr: Heute greifen wieder zehn Prozent wöchentlich zu Wolle und Nadel, getragen
vor allem von den Jüngeren.
Was in den letzten 40 Jahren gleich geblieben ist, ist die Zeit, die Menschen in Deutschland im Schnitt pro Tag für Freizeitaktivitäten zur Verfügung haben. Es sind rund vier Stunden. 1988 lag der Wert bei 4 Stunden und 8 Minuten, 2026 sind es 3 Stunden und 56 Minuten.
Das sind die beliebtesten Freizeitaktivitäten
Medienkonsum, Aktivitäten, soziale Interaktionen und persönliche Erholung prägen die Freizeitgestaltung der Deutschen. Den größten Anteil nehmen mediale Tätigkeiten ein, wie es im Freizeit-Monitor heisst: So nutzen fast alle das Internet (97 %), sehen fern (84 %), hören Musik (82 %) oder Radio (70 %) und beschäftigen sich intensiv mit dem Smartphone (81 %), dem Computer (76 %) sowie sozialen Medien (71 %).
Erholung hat ebenfalls einen hohen Stellenwert – von bewusstem Faulenzen (62 %) und Ausschlafen (57 %) bis zur selbstreflexiven Beschäftigung mit den eigenen Gedanken (70 %). Auch soziale Interaktionen wie wichtige Gespräche führen (69 %) oder gemeinsame Zeit mit dem Partner verbringen (64 %) sind feste Bestandteile der Freizeit. Zudem üben so viele Bundesbürger wie nie zuvor regelmäßig körperliche Aktivitäten aus – darunter Spaziergänge (57 %), sportliche Betätigung (53 %) und persönliche Hobbys (54 %).
Sie finden den ganzen Freizeitmonitor hier: https://www.freizeitmonitor.de/wp-content/uploads/FM2026-Freizeit-Monitor-Gesamt.pdf