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Diese Spielwarentrends prägen 2026

«Im Jahr 2026 sehen wir ein wachsendes Interesse an Spielen, die Kreativität anregen, unkonventionelles Denken fördern und Selbstentfaltung zelebrieren – von Sammlerstücken für Fans bis hin zu Spielzeug und Spielen, die Momente der Ruhe und des Trostes bieten», sagte Adrienne Appell, Executive Vice President of Marketing Communications bei The Toy Association, bei der Präsentation der Trends. Die Trends beruhen auf Treffen des Trendteams der Toy Association mit Spielzeugunternehmen sowie auf einer von der Toy Association in Auftrag gegebenen Studie zu den Ansichten US-amerikanischer Eltern zu Spielzeug, Spielen, Einkaufsgewohnheiten und Budgets.
Das sind die Trends im Überblick.
1. Forever Young - Spielen kennt kein Alter
Spielzeug ist längst nicht mehr nur für Kinder gedacht. Erwachsene kaufen zunehmend Spielwaren für sich selbst. Diese sogenannten Kidults machen in den USA bereits einen Viertel des Spielzeugumsatzes aus. Die Hersteller reagieren darauf und entwickeln Produkte, die Spielwert mit Attraktivität, Nostalgie und hochwertiger Verarbeitung verbinden.
2. Cozy Culture - Abschaltem mit technikfreiem Spielzeug
Angesichts der zunehmenden Digitalisierung entscheiden sich Familien zunehmend für technikfreie Spielzeuge, die ihnen helfen, abzuschalten und neue Energie zu tanken. Gefragt sind Low- und No-Tech-Spielzeuge, die beruhigend wirken und mit taktilen Materialien, sanfter Interaktivität oder botanischen Motiven überzeugen.
3. Inspiring Inventors - Selber kreativ werden
Die Creator-Kultur verändert die Spielzeugnachfrage. Kinder wachsen heute damit auf, dass sie auf Plattformen wie YouTube, TikTok und Streaming-Kanälen anderen Menschen dabei zusehen, wie sie in Echtzeit Projekte bauen, entwerfen und umsetzen. Das macht Lust, selber kreativ zu werden. Das weltweite Segment für MINT-Spielzeug wird sich zwischen 2024 und 2034 voraussichtlich fast verdoppeln, und 78 % der Eltern wünschen sich mehr Spielzeug, das ihren Kindern hilft, Fähigkeiten wie Kreativität und Problemlösungskompetenz zu entwickeln, wie eine aktuelle Umfrage der Toy Association unter US-amerikanischen Eltern ergab.
4. Express yourself - Spielwaren werden zum Statement
Spielwaren sind Ausdruck der Persönlichkeit. Mit Sammelobjekten, Taschenanhängern oder Blind-Box-Figuren setzen Kinder und Erwachsene ein Zeichen für ihr Fandom, ihren Humor oder ihre Ästhetik. Mehr als die Hälfte der US-amerikanischen Eltern (52 %) gibt an, im letzten Jahr ein Blind-Box-Spielzeug für ihre Kinder oder sich selbst gekauft zu haben. Gleichzeitig nutzen Tweens und Teens Spielzeug offener als Mittel zur Selbstdarstellung, zum Stressabbau und zum emotionalen Wohlbefinden.
5. Throwback Toys - Mit Retro in die Zukunft
Nostalgie ist ein wichtiger Treiber im Spielwarenmarkt. Dabei werden die heutigen Retro-Trends nicht unbedingt von Kindheitserinnerungen angetrieben. Teenager und junge Erwachsene entdecken Spielzeug aus vergangenen Jahrzehnten neu, die sie selbst gar nicht miterlebt haben - als Inspiration dienen Serien, soziale Medien und Mode. Als Reaktion darauf modernisieren Spielzeughersteller ihre Klassiker und nutzen Storytelling in den sozialen Medien, um virale, kulturell relevante Momente zu schaffen.
6. Fan-driven Play - Lizenzen zahlen sich aus
Lizenzen machen mittlerweile mehr als ein Drittel aller Spielzeugverkäufe in den USA aus. Das zeigt, wie wichtig Fandom für diese Kategorie geworden ist. Von der FIFA-Weltmeisterschaft und den Olympischen Winterspielen 2026 bis hin zu Streaming-Hits, «memeable» Momenten und viralen Fandoms – kulturelle Berührungspunkte treiben die Dynamik im Spielzeugbereich schneller voran als der traditionelle, von Filmen geprägte Zyklus. Anstatt sich auf ein einziges Veröffentlichungsdatum zu stützen, wird eine neue Ära der Lizenzierung von Spielzeug durch neue Inhalte, plattformübergreifendes Storytelling und durchdachte, fanorientierte Designs vorangetrieben.
Weitere Infos: https://www.toyassociation.org/ta/toys/research-and-data/reports/trend-spotting.aspx