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Schweizer Spielwarenmarkt wächst kräftig

Trotz gedämpfter Konsumstimmung haben die Menschen in der Schweiz letztes Jahr mehr Spielzeug gekauft. Nach den Schätzungen der Marktforscherin NIQ beläuft sich der Gesamtmarkt für traditionelle Spielwaren in der Schweiz im Jahr 2025 auf 555 Millionen Franken. Das entspricht einem Umsatzplus von 5.7 % im Vergleich zum Vorjahr, wie der Schweizer Spielwarenverband mitteilt. Bemerkenswert: Die Anzahl der verkauften Spielsachen legte um 6.8 % zu. Dieser Zuwachs sei unter anderem auf vermehrte Online-Käufe (+13 % vs. stationär +2 %) innerhalb der Schweiz sowie eine starke Performance von Top-Marken wie Lego und Pokémon zurückzuführen, teilt der Spielwarenverband mit.
Die Gewinner und Verlierer im Detail
Das Jahr 2025 war geprägt von einer hohen Nachfrage nach gemeinschaftlichen Erlebnissen und Sammelobjekten. Spiele und Puzzles sind mit einem beeindruckenden Plus von 16.9 % beim Umsatz die klaren Spitzenreiter des Jahres. Die Kategorie Bausteine wuchs wertmässig um 13.7 %. Der Bereich bleibt ein Eckpfeiler des Marktes, zumal mehr als jedes vierte in der Schweiz verkaufte Spielzeug dazu gehört. Auch Sammelfiguren und Zubehör verzeichneten einen zweistelligen Zuwachs von 11.3 %.
Weniger gefragt waren im vergangenen Jahr hingegen Puppen (Umsatzrückgang von 6.9 %) sowie Spielzeugfahrzeuge, die ein Minus von 5.1 % hinnehmen mussten.
Markttrends: Online-Handel und Preisentwicklung
Der Trend zum Online-Shopping hielt auch 2025 an und stützte das positive Gesamtergebnis. Interessant ist dabei die Preisdynamik: Während die Absatzmenge deutlich stieg (+6.8 %), sank der durchschnittliche Preis pro verkauftem Spielzeug leicht um 1.1 %. Dies deutet auf attraktive Angebote im Handel oder eine Verschiebung hin zu preiswerteren Mitnahmeartikeln im Sammelbereich hin.