Unternehmen / Köpfe
13. Oktober 2021

Faber-Castell erwartet sechs Prozent Wachstum

Die Faber-Castell Gruppe erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 ein Umsatzwachstum von mindestens sechs Prozent gegenüber Vorjahr. Bei steigenden Investitionen soll auch die Profitabilität gesteigert werden. Bedingt durch die Pandemie hat der Schreibgerätehersteller im vergangenen Geschäftsjahr einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von ca. 10 Prozent gegenüber Vorjahr erfahren.
Stefan Leitz, Vorstandsvorsitzender der Faber-Castell Gruppe.

Zusätzlich belasten negative Währungseffekte besonders aus den grossen Märkten Lateinamerikas und Asiens die Umsatzentwicklung in ähnlicher Grösse. Sondereffekte wie weltweite Lockdowns des Einzelhandels, monatelange Schliessung der Schulen sowie Währungsschwankungen hatten das Unternehmen und die Branche besonders herausgefordert. Auch wenn besonders in wichtigen Ländern Lateinamerikas und Asiens pandemiebedingten Unwägbarkeiten weiterbestehen, blickt Faber-Castell optimistisch in die Zukunft: „Insbesondere in den Märkten Deutschland, USA und Australien sind wir auf einem sehr erfreulichen Kurs und konnten Marktanteile weiter ausbauen“, so der Vorstandsvorsitzende Stefan Leitz. Seit dem Ausbruch von COVID-19 hat das Unternehmen zügig eine Reihe von organisatorischen Anpassungen erfolgreich umgesetzt, die auch einen Abbau von ca. 1.100 Stellen weltweit erforderlich machten. Auch Deutschland ist mit 110 Arbeitsplätzen von den Anpassungen betroffen. „Diese Massnahmen tun weh“, sagt Leitz. „Sie waren jedoch leider nötig, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen“.

Das Unternehmen hat ein breitangelegtes Transformationsprogramm auf den Weg gebracht: Durch Organisations- und Prozessverbesserungen soll die Geschwindigkeit erhöht und die Komplexität reduziert werden. So wurden in Funktionen wie z.B. Marketing und Finance Regionalkompetenzen aufgebaut. Auch der SAP-Rollout in der Gruppe wurde weiter vorangetrieben. Für Frühjahr 2022 ist der Umzug des europäischen Distributionszentrums geplant, um durch Verpackungsautomatisierung, Late Customizing und Zusammenführung von Prozessen den Kundenservice weiter zu erhöhen.

Gezielt sind weitere Investitionen in die Digitalisierung der Supply Chain und für Nachhaltigkeitsinitiativen geplant. Auch der Erwerb einer Produktionsimmobilie in den USA ist Teil des Investitionsprogrammes.

„Ich bin stolz auf das, was wir bisher bereits erreicht haben“, sagt der Vorstandsvorsitzende Stefan Leitz. „Die Pandemie hat unseren Entwicklungsprozess massgeblich beschleunigt. Wir werden gemeinsam mit unseren weltweiten Teams, Kunden und Geschäftspartnern diesen Schub nutzen, das Unternehmen optimal für die Zukunft auszurichten und als globalen innovativen Marktführer dauerhaft zu verankern. In den für uns relevanten Zukunftsfeldern wie Kreativität und Nachhaltigkeit wird Faber-Castell den Unterschied machen, das ist unser erklärtes Ziel!“

Pressedienst
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