Unternehmen / Köpfe
19. Februar 2026

Nachruf Peter Bhend-Minger, Ex-Präsident des VBP

Am 20. Januar 2026 ist Peter Bhend-Minger im Alter von 85 Jahren verstorben. Von 1987 bis 1994 präsidierte er den Verband Bernischer Papeterie-Fachgeschäfte (VBP), später wurde er Ehrenpräsident. Ein Nachruf.
Peter Bhend-Minger. (Foto: zVg)

Wir trauern ganz fest um Peter Bhend (20.3.1940 – 20.1.2026), denn er war eine grosse Persönlichkeit nicht nur für unsere Branche. Er ist als zweitältester Sohn von Matha und Gottfried Bhend in Unterseen am 20. März 1940 geboren. Er war so etwas wie «Hahn im Korb», denn seine vier Schwestern vergötterten Peter nach «Strich und Faden» und waren stolz auf ihren Bruder.

Er war Ehrenbürger von Unterseen und hatte in der Bäuertgemeinde Unterseen jahrzehntelang das Amt als Kassier inne. Er engagierte sich auch sehr im FC-Interlaken und war dort auch mehrere Jahre Präsident und der beste «Kicker» (Goalschütze) die der FCI je hatte. Seine Schwestern waren grosse Fans von Peter und haben praktisch an jedem Fussballmatch beigewohnt um Peter anzufeuern.

Peter hat seine Lehre bei der Post gemacht. Am 7. Mai 1966 heiratete Peter Susy Minger, die ihn zeitlebens unterstützte. Da Peter bei der Post beruflich nicht mehr aufsteigen konnte, hat er 1971 zusammen mit seiner Frau Susy die Papeterie Sieber übernommen. Einige der SP-Anhänger und Gewerkschafter hatten keine Freude als Peter das Wagnis in die Selbständigkeit wagte.

Vielfältig engagiert

Peter war ein engagierter Geschäftsmann. Bewundernswert war auch an Peter, dass er immer zu seiner Meinung gestanden ist und nie ein Blatt vor den Mund genommen hat, wenn er sich geäussert hat. Peter hat sich auch mächtig beim VBP (Verband Bernischer Papeterie-Fachgeschäfte) engagiert. So war er federführend bei fünf Delegierten-Versammlungen des VSP (Verband Schweizer Papeteristen), welche der VBP organisierte, und hat mitgeholfen, das 100 Jahre-VBP-Jubiläum 2018 auf dem Gurten zu organisieren. Peter hat auch die Jubiläumsschrift verfasst.

Peter präsidierte mit viel Umsicht den VBP von 1987 bis 1994. Kein Wunder, dass Peter Ehrenpräsident des VBP war. Nebst all den vielen Sachen die Peter gemacht hat, war er viele Jahre Kassier beim VSP und Rechnungsrevisor bei der PEG.

Er war nie ein Prahler mit seinen Erfolgen. Peter war ein richtiges «Reisefüdli» und hat unzählige Reisen für den VBP-Vorstand organisiert. Die Gesellschaft mit Peter und Susy haben wir immer genossen. Peter war auch ein Naturmensch. Er liebte die Berge und Blumen. Er war ein grosser Pilzsammler. Diese Tätigkeit hat er mit Susy immer sehr genossen. Er begegnete den Menschen mit Respekt.

Mit dem Tod von Peter verlieren wir einen wertvollen Berufskollegen, der uns immer mit seinem Fachwissen bereichert hat. Er war ein Vollblut-Papeterist. Ich weiss noch als mich Peter mal in den 1990er Jahren mit nach Bern an eine VSP-Sitzung mitnahm, und wir mit dem letzten Zug nach Interlaken fuhren. Beide hatten etwas Grappa intus, es war aber ein schöner und interessanter Tag. Gottseidank sind wir beide heil nach Hause gekommen.

Auch viele Erlebnisse hatten wir als wir im Restaurant Möve in Leissigen, oder im Hotel Solbad in Sigriswil Vorstandssitzungen hatten und nachträglich zusammen gegessen haben. Vom grossen Wisssen von Peter konnten wir alle immer profitieren. Ein Schicksalsschlag war für Peter sicher als seine Papeterie von den Nachfolgern liquidiert wurde. So eine Situation gönnt man niemandem. Aber Peter war ein Stehauf-Mann und hat sich nicht gross etwas anmerken lassen, obschon es ihn sicher innerlich «gewurmt» hat. Das ist eine Vermutung, denn niemand kann in andere Menschen hineinsehen. Peter hatte in seiner Papeterie auch viele Einrahmungen gemacht. Er verstand eine Menge von Kunst und alten Prints. Viele Papeteristinnen und Papeteristen könnten sich vom öffentlichen Schaffen von Peter eine Scheibe abschneiden.

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