Unternehmen / Köpfe
05. Februar 2026

Playmobil schliesst deutschen Produktionsstandort

Die Horst Brandstätter Group macht die Playmobil-Produktion am Standort Dietenhofen in Bayern aus Kostengründen dicht. Betroffen sind 350 Angestellte. Damit verschwinde die Playmobil-Produktion aus Deutschland, klagt die zuständige Gewerkschaft.
Mit der Schliessung des Standorts Dietenhofen wird Playmobil nicht mehr in Deutschland produziert. (Bild: zVg)

Die Horst Brandstätter Group plant, die Produktion der Marke Playmobil vom Standort Dietenhofen in Bayern auf andere Werke im Produktionsnetzwerk zu verlagern. «Ziel ist es, Effizienzpotenziale zu heben und Synergien innerhalb des Konzerns zu nutzen», teilt das Unternehmen mit. Mit der Schliessung reagiert das Unternehmen laut eigenen Angaben auf den «zunehmenden Kostendruck in Deutschland». Die Verlagerung der Fertigung samt Produktionsanlage soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein. Wohin die Produktion verlagert wird, gab das Unternehmen nicht bekannt.

Die Entscheidung sei «nichts anderes als das Ende der Spielwarenproduktion am Standort Dietenhofen und damit das Ende der Playmobil-Produktion in Deutschland», sagte Maximilian Krippner von der zuständigen Gewerkschaft IGBCE dem Bayerischen Rundfunk, wie die «Lebensmittelzeitung» berichtet. 

Von der Produktionsverlagerung sind rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Dietenhofen betroffen. Die Belegschaft hat am 3. Februar von der Schliessung erfahren. Der Austausch mit der Arbeitnehmervertretung habe bereits begonnen. Die Unternehmensleitung werde gemeinsam mit dem Betriebsrat über eine sozialverträgliche Umsetzung verhandeln, so die Horst Brandstätter Group.

Ganz gibt die Horst Brandstätter Group den Standort Dietenhofen nicht auf. Die Pflanzenzubehör-Marke Lechuza soll weiterhin hier produziert werden. Unverändert blieben die Standorte der Logistik in Herrieden und der Verwaltung in Zirndorf einschliesslich Marketing und Produktorganisation der Marke Playmobil, heisst es weiter.

Playmobil hatte in den vergangenen Jahren Umsatz verloren und Verluste geschrieben. Mit einem Transformationsprogramm (700 Stellen wurden abgebaut) und neuen Produkten und Lizenzpartnerschaften will das Unternehmen wieder auf Kurs kommen.

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