Unternehmen / Köpfe
30. Januar 2024

Ravensburger wächst dank neuem Sammelkartenspiel

Der Spielwarenkonzern Ravensburger ist entgegen dem Markt letztes Jahr deutlich gewachsen. Wachstumsmotor war das Sammelkartenspiel «Disney Lorcana».
Dank dem Spiel «Disney Lorcana» ist Ravensburger erfolgreich in den Sammelkartenmarkt gestartet. (Bild: Ravensburger)

Die Ravensburger Gruppe hat 2023 nach eigenen Angaben eines ihrer erfolgreichsten Geschäftsjahre absolviert. Trotz des weltweit verhaltenen Konsumklimas stieg der Umsatz um 11,6 % auf 669 Millionen Euro. Zudem habe man dank einem «effizienten Kostenmanagement» Profitabilität und Cashflow «deutlich» erhöht, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Genaue Zahlen nennt Ravensburger nicht.

Das Umsatzwachstum verdankt Ravensburger in erster Linie dem selbst entwickelten Sammelkartenspiel «Disney Lorcana», das im August 2023 in enger Zusammenarbeit mit dem Lizenzpartner Disney auf den Markt kam. Das Kartenset sei nach wenigen Tagen bei allen Händlern ausverkauft gewesen. Inzwischen sind laut Ravensburger die Engpässe überwunden. Alle drei Monate folgen neue Sets. Ausserdem wird das Spiel, das 2023 unter anderem in Nordamerika, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland auf den Markt kam, in neun weiteren europäischen Märkten und in Mexiko eingeführt. In den letzten drei Jahren hat Ravensburger viel Geld investiert, um im boomenden Sammelkartenmarkt zu starten.

Produktmarken behaupten sich in rückläufigen Märkten
Abgesehen von der Sammelkartensparte kämpfte Ravensburger wie die Mitbewerber mit nachlassender Kaufkraft der Konsumenten. International waren alle grossen Spielwarenmärke rückläufig. Auf gleicher Basis schnitt Ravensburger dort laut eigenen Angaben «etwas besser» ab. Dies dank etablierten Produktmarken, die sich in neuer Gestaltung oder als Erweiterung im Markt durchsetzten. So stiegen etwa die Verkaufszahlen des Klassikers «Malen nach Zahlen» nach einem internationalen Relaunch als «CreArt»-Reihe. Und der Klassiker «memory» legte durch Lizenzen und die Erweiterung «Collector's Edition» für Familien und Erwachsene im Umsatz deutlich zu.

Der Umsatz mit Puzzles, der während der Coronajahre stark angestiegen war, ging zurück. Er lag jedoch deutlich über dem Niveau vor der Pandemie.

Ravensburger setzt auf Bio-Kunststoff
In der Mitteilung betont Ravensburger auch seine Nachhaltigkeitsanstrengungen. Fast alle Standorte des Unternehmens seien seit vergangenem Jahr CO2-neutral, der größte Teil der Produkte wird mit erneuerbaren Energien produziert. Seit 2023 verzichtet Ravensburger zudem nahezu vollständig auf Folie als Verpackungsschutz und erreicht damit eine Einsparung von rund 100 Tonnen nicht recyclingfähiger Kunststofffolie pro Jahr. Zudem kommen die Ravensburger-Puzzle 2024 in kompakteren Packungen auf den Markt, wodurch jährlich 200 Tonnen Karton eingespart werden. 

Künftig will Ravensburger überwiegend nachhaltige Kunststoffe in allen Produktbereichen einsetzen. Den Grundstein legte 2023 die Kugelbahn «GraviTrax Junior». Ihre Komponenten bestehen überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen, einer Mischung aus bio-basiertem Kunststoff und Holzfasern, die als Nebenprodukt bei der Holzverarbeitung anfallen.

Das blaue Dreieck feiert 50-jähriges Jubiläum
Seit seiner Gründung 1883 verwendete Ravensburger für seine Bücher und Spiele eine Vielzahl unterschiedlicher Warenzeichen. Bis zum 14. August 1974. An diesem Tag wurde ein Dreieck mit dem Ravensburger Schriftzug beim Deutschen Patentamt eingetragen. Die Marke Ravensburger war geboren.

2024 feiert das blaue Dreieck sein 50-jähriges Jubiläum mit einer ganzjährigen internationalen Kampagne unter dem Motto «Moments that connect» - weil Spielen und Vorlesen Momente schaffen, die Menschen verbinden. Ravensburger feiert seine Marke mit limitierten Sonderausgaben und Aktionen im Handel sowie mit Gewinnspielen in den digitalen Medien.

Die international tätige Ravensburger AG ist seit seiner Gründung 1883 ein Familienunternehmen und beschäftigt derzeit rund 2400 Angestellte. Ravensburger unterhält eigene Werke in Ravensburg, Policka (Tschechien) und Banská Bystrica (Slowakei).

pd/mos
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