Unternehmen / Köpfe
13. Dezember 2021

Schwan-Stabilo startet Nachhaltigkeitsinitiative

Bei Stabilo hat man sich das Ziel auf die Fahne geschrieben, bis zum Jahr 2025 klimaneutral zu sein. Daran arbeitet das Unternehmen mit der Nachhaltigkeitsinitiative „Together“, bei der Mitarbeiter quer durch alle Abteilungen sowie externe Partner mitwirken.
Tintenherstellung bei Stabilo mit intensiver Luftwäsche, bei der die Luft in Wasser gewaschen und somit alle Farbteilchen entfernt werden. (Bilder: Stabilo)

Idee der Stabilo-Nachhaltigkeitsinitiative ist es, täglich ein wenig nachhaltiger und umweltgerechter zu handeln. So werden zum Beispiel nach Angaben des Herstellers schon durch die Umstellung der „BOSS ORIGINAL“-Kunststoffetuis auf recyceltes Material pro Jahr 84 Tonnen neuer Rohstoffe eingespart. Auch sind 70 Prozent der Stifte „Made in Germany“, was zu kurzen Transportwegen und damit weniger Umweltbelastung führt. Maren Krieg, Nachhaltigkeitsmanagerin des Familienunternehmens, betont: „Wir denken in Generationen, nicht in Quartalen.“ Deshalb hat das Unternehmen in der fünften Generation im Jahr 2020 noch einmal deutlich in Solarenergie investiert, womit bisher insgesamt 797 Tonnen CO2 eingespart werden konnten. Das entspricht dem Verbrauch von 274.882 Liter Heizöl. Zusätzlich zur eigenen Solarenergie wird aus dem öffentlichen Netz ausschliesslich CO2-neutraler Strom bezogen und bei der Energie konsequent gespart: Neben LED-Leuchten spart im Unternehmen ein smartes, automatisiertes Lichtkonzept unter dem Motto „genau dort und genau so viel Licht, wie benötigt“ 70 Prozent der Beleuchtungsenergie im Fertigungsbereich ein.

Langlebige und ressourcenschonende Materialien

Je länger ein Stift im Einsatz ist, desto nachhaltiger ist er. Um das zu erreichen, setzt Stabilo auf hochwertige Tinte, die zum grössten Teil aus Wasser und einem Feuchthalter wie Glycerin sowie bis zu sechs Prozent aus Farbstoff (etwa Lebensmittelfarbe) besteht. Nur die klassischen Textmarker entfalten ihre Leuchtwirkung auf Basis von Textilfarbstoffen, gibt das Unternehmen an. Demnach folgt die moderne Tintenfertigung in Weißenburg höchsten Umweltanforderungen, damit nur saubere Luft das Produktionsgebäude verlässt: So wird bei farbintensiven Arbeitsgängen beispielsweise eine Luftwäsche eingesetzt, bei der die Luft in Wasser gewaschen und somit alle Farbteilchen entfernt werden. Darüber hinaus verarbeitet das Unternehmen jedes Jahr etwa 150.000 Kilogramm recycelten Kunststoff.

Und auch in der Betriebskantine macht man sich zum Thema Nachhaltigkeit Gedanken: Deshalb hat man bei Schwan-Stabilo für Take-Away-Mahlzeiten von Kunststoffverpackungen auf kompostierbare Behältnisse aus 100 Prozent nachwachsenden Rohstoffen umgeschwenkt. Für die „Bowls“ werden nun Pflanzenfasern verwendet, die bei der Verarbeitung von Zuckerrohr übrigbleiben und das Besteck ist aus FSC-zertifiziertem Holz. Dabei werden für die Mitarbeiter unter der Maxime „regionales Frischekonzept“ ausschliesslich frische Lebensmittel aus der Region verarbeitet und auf Fertigprodukte weitestgehend verzichtet. „Es ist uns wichtig, was auf den Teller unserer Leute kommt“, betont Birgit Asteroth, die sich bei Schwan-Stabilo unter anderem um die Betriebsgastronomie kümmert. Vor diesem Hintergrund wird täglich auch ein vegetarisches oder veganes Gericht angeboten.

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