Schule
21. Mai 2026

Schweizer Schüler haben noch Potenzial beim Lesen und Rechnen

Beim Lesen in der Schulsprache und in Mathematik haben Kinder in der zweiten Klasse noch Verbesserungspotenzial. Das zeigt eine Untersuchung im Auftrag der Kantone. Der Lehrerverband fordert eine konsequente Sprachförderung.
Ein Fünftel der Schweizer Schülerinnen und Schüler erreicht Ende der vierten Klasse die nationalen Bildungsziele im Lesen nicht. (Symbolbild: Vitaly Gariev/Unsplash)

Im Bereich Lesen in der Schulsprache erreichen 79 Prozent der Schweizer Schülerinnen und Schüler die nationalen Bildungsziele. In der Mathematik sind es 76 Prozent, wie eine Studie der Universität Bern im Auftrag der Kantone zeigt. Die Erziehungsdirektorenkonferenz stuft die Ergebnisse als «moderat» ein, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Etwas besser sieht es im Bereich Hören in der Schulsprache aus. Dort erreichten durchschnittlich 87 Prozent der Schülerinnen und Schüler die nationalen Bildungsziele. Die soziale Herkunft hatte einen starken Einfluss auf die Testergebnisse. Das Geschlecht zeigt dagegen keinen nennenswerten Effekt, Mädchen und Knaben erreichen vergleichbare Resultate.

Für die Studie wurden 2024 knapp 20'000 Schülerinnen und Schüler in rund 1150 Schulen am Ende des vierten Schuljahres gemäss Harmos getestet, also am Ende der zweiten Klasse. Die nächsten Erhebungen finden 2028 und 2031 statt. Dabei werden die Schulleistungen am Ende des achten und des elften Schuljahres gemessen.

Lehrerverband fordert konsequente Sprachförderung

Für den Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) zeigen die Ergebnisse erneut eine starke Abhängigkeit der schulischen Leistungen von der sozialen Herkunft, der Familiensprache und dem Migrationshintergrund. Das Risiko, die mathematischen Grundkompetenzen nicht zu erlangen, sei für sozial benachteiligte Lernende 3,5-mal so hoch wie für privilegierte; bei der Schulsprache 3,8-mal, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Besonders kritisch ist gemäss LCH die Situation, wenn mehrere Faktoren (Migration, Fremdsprachigkeit, tiefer sozioökonomischer Status) zusammentreffen: In diesen Fällen sinkt die Quote zur Erreichung der Grundkompetenzen auf nur 50 Prozent der Lernenden.

Der LCH fordert eine konsequente Sprachförderung, die vor dem Kindergarteneintritt ansetzt und über alle Zyklen hinweg fortgesetzt wird. Zudem fordert der Verband eine Verbesserung der Chancengleichheit und einen Ausbau der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung.

Hier finden Sie den Bericht: Nationaler Bericht zu der Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK) 2024

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